Tourismusverein Remstalroute Ein Intercity als Geschenk zum Geburtstag

Von Harald Beck 

Der Tourismusverein Remstalroute steckt im Gartenschaufieber, berichtet von einem verzehnfachtem Beratungsbedarf – und ändert den Namen.

Beim Tourismusverein Remstalroute ist derzeit viel in Bewegung. Foto:  
Beim Tourismusverein Remstalroute ist derzeit viel in Bewegung. Foto:  

Tourismus - Im Remstal steppt derzeit der Bär samt Biene“, sagt Werner Bader, der Geschäftsführer des Tourismusvereins Remstalroute. Als Folge des immensen Besucherinteresses an der Remstal-Gartenschau habe sich in der Geschäftsstelle des Tourismusvereins im Endersbacher Bahnhof das Beratungsaufkommen verzehnfacht. Und trotz der damit einhergehenden Belastungen für das Personal habe der Tourismusverein unterdessen seine „Tourismusstrategie Remstal 2019+“ fertiggestellt. Denn, so betont der Remstalroutenvorsitzende und Kernener Bürgermeister Stefan Altenberger: „Es geht darum, das, was jetzt bei der Gartenschau aufgebaut worden ist, danach weiterzuführen und erfolgreich zu vermarkten“.

Neue Ziele – neuer Name

Nach umfassender Stärke-Schwäche-Analyse haben sich die Touristiker unter fachlicher Beratung mit jenen Faktoren beschäftigt, die das Remstal zu etwas Besonderem machen: Dabei gibt es kein einzelnes Alleinstellungsmerkmal, so das Ergebnis, sondern kombinierte Faktoren wie Weinbau, hochwertige Gastronomie, historische Stätten, kulturelle Highlights, ein vielfältiges landschaftliches Entdeckungsfeld und die Lage als attraktives Naherholungsgebiet vor den Toren Stuttgarts, das selbst mit einer starken Wirtschaft gesegnet ist. Im Dreiklang Stadt, Land, Genuss soll das Remstal – so die Zielsetzung – zum Naherholungsgebiet Nummer eins im Großraum Stuttgart und zur weithin bekannten Marke als Tourismusregion werden – mit verträglichem Tourismus und gelebter Regionalität.

Geändert wird im Zuge der Neuausrichtung mit Gartenschau-Schub unter anderem auch der Name des seitherigen Verkehrsvereins Remstalroute. Vor allem außerhalb des Remstals verstünden die Menschen diesen Namen einfach nicht, sie dächten teils, der Tourismusverein vermarkte lediglich eine bestimmte Straßenroute, sagt dazu Werner Bader. Vom kommenden Jahr an werden die Lobbyisten des Remstals unter der Bezeichnung Tourismusverein Remstal firmieren und dann auch das Gartenschaulogo mit der Unendlichkeitsschleife im eigenen Markenlogo führen.

Zugtaufe am 29. Juli

Bewegung gebe es aber auch anderweitig, berichtete Bader bei der Pressekonferenz im Stettener Gasthaus Hirsch. Die Deutsche Bahn schenke dem Tourismusverein zum 25. Geburtstag quasi einen kompletten Intercity – zumindest namenstechnisch. Der brandneue Doppeldecker-Zug, der auf der Strecke Karlsruhe-Nürnberg verkehrt, werde am 29. Juli um 11 Uhr am Schwäbisch Gmünder Bahnhof ganz offiziell und feierlich auf den Namen IC Remstal getauft. Für die damit verbundene Sonderfahrt samt Unterhaltungsprogramm von Karlsruhe über Stuttgart nach Gmünd werden in Kooperation mit der Stuttgart und der Karlsruhe Marketing 250 Freikarten verlost. Altenberger: „So rücken wir nochmals stärker in die öffentliche Wahrnehmung. Fahrgästen, die uns bislang nicht kennen, wird verdeutlicht, wo das Remstal liegt. Und es wird ihnen quasi im Vorbeifahren ein Landschaftsbild präsentiert, das sich positiv einprägt.“

Zum 1. Januar 2020 wird sich der Tourismusverein weiter vergrößern. Waldstetten, südlich von Schwäbisch Gmünd, tritt dem Verein bei. „Waldstetten verbindet mit dem Remstal viele liebenswerte Menschen, eine landschaftlich außergewöhnliche Schönheit und reizvolle Leckereien“, sagt Michael Rembold, der Bürgermeister der 7100-Seelen-Kommune.