Trainer des niederländischen Nationalteams Skandalnudel Ronald Koeman kehrt ins Volksparkstadion zurück

Von Yasina Hipp 

Der langjährige niederländische Nationalspieler Ronald Koeman ist mittlerweile in die Rolle des Bondscoachs geschlüpft. Beim Länderspiel in Hamburg wird er an alte Zeiten erinnert.

Ronald Koeman ist seit Februar 2018 Trainer der niederländischen Nationalmannschaft. Foto: AFP 7 Bilder
Ronald Koeman ist seit Februar 2018 Trainer der niederländischen Nationalmannschaft. Foto: AFP

Stuttgart - 21. Juni 1988, Hamburger Volksparkstadion. Tatort eines Skandals. Im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft standen sich die ewigen Rivalen Deutschland und Niederlande auf dem Rasen gegenüber. Mit einem 2:1 entschieden die Mannen in Orange das Duell für sich und ebneten sich so den Weg zum späteren Titel. Auch dabei: Ronald Koeman. Die damalige Nummer vier der Elftal erzielte durch einen Elfmeter den Ausgleich zum 1:1. Das Tor sollte an diesem Abend nicht der einzige Auftritt des damals 25-Jährigen bleiben. Nach Schlusspfiff und dem obligatorischen Trikottausch mit Olaf Thon, nahm das Drama seinen Lauf. Ronald Koeman wischte sich mit dem deutschen Trikot den Hintern ab, zeigte somit öffentlich seine Abneigung. „Das war ja damals der pure Hass“, erinnerte sich Thon, dessen Trikot der zentrale Gegenstand war, in einem rückblickenden Gespräch mit der „Hamburger Morgenpost“, „ich habe immer gesagt: Besser, er wischt sich mit dem Trikot den Hintern ab, als dass er mir von hinten in die Achillessehne tritt.“

Koeman möchte nicht mehr über die Aktion sprechen

6. September 2019, Hamburger Volksparkstadion. Austragungsort des Länderspiels zur EM-Qualifikation zwischen Deutschland und der Niederlande. An der Seitenlinie der Gäste ein altbekanntes Gesicht im Volksparkstadion: Ronald Koeman. Seit Anfang 2018 ist die Skandalnudel von 1988 der neue Bondscoach der Niederländer und Nachfolger von Dick Advocaat. An sein Verhalten vor 31 Jahren möchte Koeman lieber nicht mehr erinnert werden, wie er der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ sagte. Ob ihm das auch gelingt, wenn er zu dem Spiel an diesem Freitag (20.45 Uhr/RTL) den Tatort des Skandals wieder betritt?

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