Geht es um die Trainersuche europäischer Topclubs, fällt immer häufiger der Name des VfB-Trainers. Nun soll man bei den Königlichen aus Madrid auch über Sebastian Hoeneß nachdenken.
In seiner Aufgabe als Cheftrainer des VfB Stuttgart kennt Sebastian Hoeneß aktuell nur einen Fokus: Das Halbfinalmatch im DFB-Pokal an diesem Donnerstag in der heimischen MHP-Arena gegen den SC Freiburg (20.45 Uhr/ARD). Dieses Spiel will der 43-Jährige wie zuletzt die Bundesligapartie Anfang Februar gegen die Breisgauer gewinnen, um letztlich mit dem Titelverteidiger erneut ins Endspiel von Berlin einzuziehen.
Dabei kann Hoeneß allerdings nicht verhindern, dass sein Namen verstärkt mit anderen Clubs in Verbindung gebracht wird – wobei es sich inzwischen fast ausnahmslos um Vereine aus dem obersten europäischen Regal handelt. Wie die „Sport-Bild“ berichtet, soll über den VfB-Trainer intern bei Spaniens Topclub Real Madrid als einen der Kandidaten für die neue Saison gesprochen werden. Die Arbeit von Hoeneß soll von den Königlichen genau beobachtet werden.
Bei Real steht der Interimstrainer Alvaro Arbeloa, 43, vor dem Aus. In der Champions League gegen den FC Bayern ausgeschieden, haben die Madrilen in der spanischen La Liga bereits sechs Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter FC Barcelona, der eine Partie weniger gespielt hat. Ein Umbruch soll also her. Und der Stuttgarter Trainer hat nicht zuletzt beim erfrischenden Auftritt des VfB in der Champions-League-Partie der vergangenen Saison im Bernabeau (1:3) mit seinem Spielstil Eindruck bei den Real-Bossen um den Präsidenten Florentino Perez gemacht.
Sebastian Hoeneß besitzt beim VfB einen Vertrag bis 2028 ohne Ausstiegsklausel. Doch wenn die Großclubs ernst machen, ginge es wohl lediglich um die Höhe der Ablöse. Und klar ist, dass der Stuttgarter Coach auf dem internationalen Trainermarkt immer häufiger gehandelt wird. So steht Hoeneß auch bei den Reds aus Liverpool mit auf dem Zettel, wo der Niederländer Arne Slot nach zwei Ligasiegen mit der Qualifiaktion für die Champions League dicht vor Augen aber wieder fester im Sattel sitzt. Auch der FC Chelsea soll Medienberichten zufolge ein Auge auf Sebastian Hoeneß geworfen haben.