Ja, gerne. Vielen Dank. Ich bin in den USA ja als großer Italien-Fan aufgewachsen – quasi in einem blauen Trikot. Deshalb hat das wirklich gutgetan.
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Wer waren Ihre früheren italienischen Fußballhelden?
Intensiv erlebt habe ich die WM 1994 mit Roberto Baggio und dem damaligen Team. Ich war mehrmals im Stadion, da gab es viele emotionale Momente. Das bleibt für immer Teil meiner Kindheit und Jugend.
Die ganze Familie feiert
Wie haben Sie das EM-Finale erlebt?
Mit meiner Frau, meinem Sohn und einigen seiner Freunde. Und natürlich mit meiner restlichen Familie.
Die lebt doch in den USA und in Italien.
Ja, aber über mehrere Whatsapp-Gruppen waren wir vor, während und nach der Partie immer alle miteinander verbunden. Nach dem Abpfiff wurde bei ihnen gefeiert, ich habe viele schöne Bilder und Videos gesehen.
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Alle im Ausnahmezustand?
Zumindest alle im Italien-Trikot. Denn es gibt die eiserne Regel meiner Mutter: Wer das Spiel mit uns schaut, muss ein Trikot anziehen. Sie hat eine ganze Kiste davon, wer kein eigenes hat, bekommt eines.
Saßen Sie auch im Italien-Trikot vor dem Fernseher?
Ich habe hier in Deutschland keines – aber ich trage das Trikot unter der Haut.
Was war das Erfolgsrezept der italienischen Mannschaft?
Sie hatten keine Topstars – aber eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dazu kamen eine große Leidenschaft und ein Trainer, der einen Top-Job gemacht hat. Roberto Mancini hat einerseits eine Einheit geformt, andererseits hat man seine fußballerische Handschrift gesehen.
Viel Vertrauen in die Mannschaft
Die nicht nur auf Defensive beruhte.
Es war tatsächlich erfrischend zu sehen, dass die italienische Mannschaft mutig nach vorne gespielt hat. Das hat viele Fans im Herzen berührt.
Kann diese Mannschaft eine erfolgreiche Ära prägen?
Das ist schwer zu sagen, weil ich nicht weiß, wer dabeibleibt. Aber: Wenn sich diese Mannschaft ihre Geschlossenheit und ihre Leidenschaft bewahren kann, dann ist alles möglich.