Transfer beim VfB Stuttgart Rüdiger geht – aber wohin?

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Der Nationalverteidiger will den VfB Stuttgart für eine festgeschriebene Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro verlassen - Interessenten soll es bereits geben. Rüdigers Vertrag läuft allerdings noch bis zum Jahr 2017.

Antonio Rüdiger will den VfB verlassen. Foto: dpa
Antonio Rüdiger will den VfB verlassen. Foto: dpa

Stuttgart - Der Abwehrspieler Antonio Rüdiger (22) leitet zum Angriff über und ist dabei nach dem Schlusspfiff in Paderborn nicht mehr zu halten. Wild gestikulierend stürmt er auf Huub Stevens zu, den er als Erster beim VfB Stuttgart umarmt und gar nicht mehr loslassen will. Rüdiger hüpft auf und ab, zum Spaß führt er noch ein kleines Interview mit Stevens („Trainer, komm her!“). „Jaaa“ und nochmal „jaaa“ mit vielen „a“ am Ende ruft er später beim Gang in die Kabine. Es ist aller Voraussicht nach sein Abschiedsgruß.

Nach StZ-Informationen wird Rüdiger den Verein verlassen. Sein Vertrag läuft zwar bis 2017, aber er beinhaltet eine Klausel, wonach er bei einer Ablösesumme in Höhe von rund zehn Millionen Euro gehen kann. Momentan gibt es bereits einige Interessenten – aus dem Inland den VfL Wolfsburg und aus dem Ausland wie schon vor einem Jahr und dann in der Winterpause wieder etwa den AS Monaco und den FC Porto. Am attraktivsten wäre für Rüdiger aber wohl ein Transfer nach England, wo er beim FC Chelsea und bei West Ham United auf der Liste steht.

Rüdiger hat lange überlegt, weil er sich dem VfB verbunden fühlt. Hier hat er den Durchbruch als Profi geschafft und ist Nationalspieler geworden (fünf Einsätze). Deshalb ist die Teilnahme an der EM 2016 sein Ziel. Die Chancen steigen, wenn er in der nächsten Saison bei einem Club spielt, der in einem internationalen Wettbewerb mitmischt – am besten in der Champions League. So plant Rüdiger den nächsten Karriereschritt. In den nächsten Wochen will er seine Entscheidung verkünden.

Der VfB braucht dann Ersatz, weil er nicht nur mit den Innenverteidigern Timo Baumgartl, Georg Niedermeier und Daniel Schwaab operieren kann. Aber nach dem Abgang von Rüdiger hat der Club zumindest genügend Geld, das in einen oder zwei Nachfolger investiert werden soll.