Das Koala-Männchen Borobi ist im Alter von eineinhalb Jahren gestorben. Es ist der zweite Koala-Todesfall in der Wilhelma innerhalb kurzer Zeit. Was über die Todesursache bekannt ist.

Digital Desk: Philip Kearney (kea)

Traurige Nachrichten aus der Wilhelma. Das Koala-Männchen Borobi ist im Alter von nur eineinhalb Jahren gestorben. Das teilte der Stuttgarter Zoo am Freitag mit. Demnach starb der Koala bereits Ende Dezember 2025 an einer Lungenentzündung. Erst im August 2025 war das Koala-Jungtier Jimbelung in der Wilhelma gestorben, damals in Folge einer Atemwegserkrankung.

 

Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklärt in einer Pressemitteilung: „Borobi litt schon seit mehreren Monaten an einer langwierigen Lungenentzündung.“ Nach dem Eintreten der ersten Symptome habe man in Absprache mit Koala-Experten aus Australien und Lungenspezialisten aus der Humanmedizin verschiedene, „teils sehr intensive“ Therapien durchgeführt. Damit habe man Borobi zeitweise stabilisieren können. Der Tierarzt weiter: „Nachdem sich sein Zustand Ende Dezember wieder deutlich verschlechtert hatte, mussten wir die Entscheidung treffen, den Koala von seinem Leid zu erlösen.“

„Der Tod von Borobi hat uns alle emotional sehr berührt“

In der Wilhelma ist die Trauer über den Tod von Borobi groß. Volker Grün, der als Kurator für die Haltung, Pflege und Zucht der Koalas im Stuttgarter Zoo zuständig ist, betont: „Der Tod von Borobi hat uns alle, besonders das Team der Terra Australis, emotional sehr berührt.“ Da Borobi und seine Eltern nicht näher mit den anderen in Europa gehaltenen Koalas verwandt seien, hätte er einen wichtigen Beitrag für die europäische Reservepopulation leisten können. „Auch in dieser Hinsicht ist sein Tod daher ein großer Verlust“, erklärt Grün.

Wilhelma-Chef Thomas Kölpin richtet den Blick nach vorn: „Der Tod gehört zum Leben dazu – das gilt in zoologischer Haltung genau wie in der Natur. Ein Lichtblick ist daher, dass unser Koala-Weibchen Auburn wieder Nachwuchs bekommen hat.“ Das Jungtier schaue mittlerweile immer häufiger aus dem Beutel und zeige sich gemeinsam mit seiner Mutter den Besuchern.