Der Ehrenvorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins in Botnang war ein Mann, den man im Stadtbezirk in sehr guter Erinnerung behalten wird. „Wir verdanken ihm viel“, sagt Bezirksvorsteherin Mina Smakaj.

In Botnang trauert man um Herbert Hahn, der am 12. Juli verstorben ist. „Er war ein Unternehmer, ehemaliger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins, Spender, Vermieter, Ehrenamtlicher und Familienmensch“, sagt Bezirksvorsteherin Mina Smakaj. Hahn hat vor über 50 Jahren den Botnanger Gewerbe- und Handelsverein mitgegründet, dem er dann von 1972 bis 2000 vorstand. Sein Name steht im Stadtbezirk auch für eine Zeit, in der Botnang noch als Industriestandort bekannt war. Herbert Hahn war zunächst kaufmännischer Angestellter bei Progress, später Mitgesellschafter und Geschäftsführer bei dem Staubsaugerhersteller, der von 1921 bis 1980 an der Alten Stuttgarter Straße beheimatet war. Doch geprägt hat Hahn vor allem die Firma Flux, die sich seit 1950 als Tochterunternehmen von Progress auf elektrische Fasspumpen spezialisiert hat. 1962 wurde er Geschäftsführer, löste sich 1980 mit dem Unternehmen endgültig vom Mutterkonzern und startete in die Selbstständigkeit. Brasilien, Australien, China, Korea, Japan, Thailand, Indien, Indonesien, Südafrika und USA: Herbert Hahn kam in der Welt herum. In rund 70 Ländern gibt es Tochterfirmen oder Vertriebspartner von Flux, die von Herbert Hahn bereist wurden. Zum 1. Januar 2000 übergab er die Geschicke an seinen Neffen Klaus Hahn.

Herbert Hahn hat das Gläserne Botnang ins Leben gerufen

„Unvergessen sind für einige auch die organisierten Gesellschaftsabende von Herbert Hahn im Hirsch mit Tanz, Musik und gutem Essen. Er stand seinen Vereinsmitgliedern mit Rat und wenn es nötig war auch mit Tat zur Seite. Ein Mann ein Wort wie man es gerne sagt von Unternehmern, die halten, was sie zusagen“, sagt Smakaj.

Mit Herbert Hahn wurden einige Leistungsschauen in der Turn- und Versammlungshalle – wie auch in der Liederkranzhalle – organisiert. „Später hat er das ,Gläserne Botnang‘ ins Leben gerufen. Es war eine Art Tag der offenen Tür bei den Botnanger Handwerkern und Gewerbetreibenden. An diesem Tag durfte man in die Werkstatt und hinter die Theken schauen und Fragen stellen“, sagt die Bezirksvorsteherin. „Dass es den Jugendtreff gibt, haben wir mitunter ihm zu verdanken. Er hat die ,Awo-Baracke‘ zur Verfügung gestellt und alles richten lassen, was sein musste, damit der Jugendtreff dort seine Heimat behalten kann.“

Herbert Hahn habe einige Projekte in Botnang mit Spenden unterstützt. Erst vor ein paar Wochen habe er zusammen mit einigen Botnangerinnen und Botnangern eine Spende für eine Rundbank auf dem neu gestalteten Marktplatz getätigt. „Wir wollten sie zusammen mit ihm im August einweihen. Jetzt werden wir das mit seiner Ehefrau Gitta Hahn stellvertretend tun“, sagt Smakaj. „Der Einsatz von Herbert Hahn für einzelne Vereine wie auch für die Einwohnerschaft Botnangs werden in guter Erinnerung behalten. Wir verdanken ihm viel.“