Trauerfeier in Arizona Obama hält emotionale Rede

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Bei der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags in Tucson hat US-Präsident Barack Obama die Amerikaner zu Geschlosschenheit aufgerufen.

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Tucson - US-Präsident Barack Obama hat bei der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags von Arizona vor einer Vereinfachung der Tat-Hintergründe gewarnt. In einer bewegenden Ansprache an tausende Teilnehmer eines Trauergottesdienstes sagte Obama am Mittwoch, niemand könne mit Gewissheit sagen, was den Täter zu dem Anschlag bewegt habe oder was in seinem Kopf vorgegangen sei. Obama forderte seine Landsleute zur Geschlossenheit auf. Die Debatte über die Hintergründe des Anschlags dürfe nicht Anlass für neue Anfeindungen sein, mahnte Obama. Das Attentat hatte in den USA eine Diskussion über die politische Kultur und die zunehmend aggressive Rhetorik von Politikern wie der ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ausgelöst.

Zuvor hatte Obama die bei dem Anschlag schwer verletzte Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords sowie vier andere Verwundete besucht. Kurz nach seinem Besuch habe Giffords zum ersten Mal seit dem Anschlag ihre Augen geöffnet, sagte Obama. "Sie weiß, dass wir hier sind." Der 22-jährige Jared Lee Loughner hatte Giffords auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Tucson in den Kopf geschossen und danach das Feuer auf weitere Bürger eröffnet. Sechs Menschen wurden getötet, darunter ein Bundesrichter und ein neunjähriges Mädchen. Die Motive des Mannes sind noch unklar.




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