Im Esslinger Mörike-Gymnasium haben Unbekannte das Treppenhaus verunstaltet. Unter den Schmierereien waren wohl auch rechte Symbole.
Unbekannte sind am Wochenende gewaltsam in ein Nebengebäude des Mörike-Gymnasiums in der Esslinger Neckarstraße eingebrochen und haben dort mutwillig Schäden angerichtet. Der Vorfall wurde am Montagmorgen entdeckt. Laut Polizeibericht wurden die Wände mit Farbe beschmiert und das Inventar beschädigt. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde nichts gestohlen. Der Schaden beläuft sich laut Polizeiangaben auf mehrere Tausend Euro. Das Polizeirevier Esslingen hat gemeinsam mit Spezialisten der Spurensicherung die Ermittlungen aufgenommen, die weiterhin andauern. Am Montag sicherten die Beamten vor Ort Beweise. Dem Vernehmen nach befanden sich unter den Farbschmierereien auch rechtsextreme Symbole.
„Das ist üble Zerstörungswut“, sagte Schulleiterin Gerda Eller. Die Betroffenheit im Kollegium sei groß, auch wenn das Ausmaß nicht mit den Vorfällen am Theodor-Heuss-Gymnasium zu vergleichen sei. „Das beschäftigt uns sehr“, sagte sie. Nun werde überlegt, wie der Vorfall innerhalb der Schule aufgearbeitet werden könne.
Maler und Reinigungskräfte beseitigen Schaden
Eingebrochen wurde in die sogenannte Villa, ein Nebenhaus, in dem sich die Ganztagsbetreuung und die Klassenzimmer für die höheren Jahrgänge befinden. Auf zwei Stockwerken wurden die Wände besudelt. Das Hauptgebäude der Schule blieb glücklicherweise verschont. Die Betreuung musste für einen Tag in das Hauptgebäude des Mörike-Gymnasiums verlegt werden, um den Kindern den Anblick zu ersparen. Die Klassenzimmer wurden dagegen weiter genutzt. Am Dienstag rückten der Schulleiterin zufolge die Maler und Reinigungskräfte an und beseitigten den Schaden.
Kann Videoüberwachung an Schulen helfen?
Erst im März dieses Jahres sorgte ein durch Vandalismus verursachter immenser Wasserschaden am Theodor-Heuss-Gymnasium in Esslingen für Aufsehen. Unbekannte waren an einem Wochenende über ein Baugerüst auf das Dach der Schule gestiegen und hatten dort zunächst eine Photovoltaikanlage beschädigt. Außerdem schlugen sie einen zur Versorgung der Baustelle vorgesehenen Wasserhahn ab. Durch das unkontrolliert eintretende Wasser entstand ein Schaden von rund 300 000 Euro. In einem Nebentrakt wurden 15 Räume beschädigt, in denen das Wasser teilweise zentimeterhoch stand.