Von Trickfilmen über Lesungen im Kulturbunker bis zu spannenden neuen Ausstellungen: Der Mai hat Kunst- und Kulturtechnisch so einiges in petto. Wir haben die besten Veranstaltungen, Vernissagen und Festivals für euch rausgesucht. Viel Spaß beim Entdecken!
Schleckermarkt
Handgefertigte Produkte von Stuttgarter Künstler:innen und Kreativen könnt ihr am Sonntag im Atelier Schlecker bestaunen und auch gleich erwerben. Mit dabei sind unter anderem Lara Dähne von der Druckeria Cannstatt, Susanne Hoffmann von Studio Suho, Hannah Kussel von Stricktly Business, Maren Profke, Malte Reinisch von Interkill, Julia Wirsching und Valentin Leuschel von der Seifenreiterei. Es gibt Plakate, Bücher, Fine Art und Riso Prints, bestickte Caps und Hoodies, Strick, Seifen und Keramik. Außerdem kann an einer Siebdruckstation selbst gedruckt werden. Leckeren Kaffee, Kuchen und Wein findet ihr im Innenhof.
Schleckermarkt, Atelier Schlecker, Reitzensteinstr. 25, Stuttgart-Ost, 4.5. 12-18 Uhr
Internationales Trickfilm-Festival
Unzählige Wettbewerbe, Thementage, Workshops, Ausstellungen und natürlich das Public Viewing am Schlossplatz: Anfang Mai verwandelt sich die ganze Stadt wieder in die Festivalzentrale des animierten Films. Von 6. bis 11. Mai könnt ihr in die Welt des Animationsfilms eintauchen, spannende Filme sehen und bei den Preisverleihungen mitfiebern. Das ganze Programm findet ihr hier >>>
ITFS, 6.-11.5., versch. Orte, Stuttgart
Themenschwerpunkt im Kulturbunker
Mit der Parole „Gebt mir vier Jahre Zeit!“ übernahm Adolf Hitler 1933 die Macht. Seine Herrschaft erstreckte sich jedoch über zwölf Jahre und endete in Krieg, Zerstörung und Massenmord. Der Bunker unter dem Diakonissenplatz ist ein Relikt dieser düsteren Epoche. Während des Krieges fast vier Jahre lang genutzt, diente er in den folgenden Jahrzehnten unterschiedlichen zivilen Zwecken. Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes kann man im Kulturbunker bei verschiedenen Veranstaltungen in die wechselhafte Geschichte dieses Orts eintauchen. Der Stuttgarter Autor Niko Mahle liest am 7. Mai aus seinem Roman „Verschwunden“. Am 8. Mai findet ab 19 Uhr eine Finissage mit einer Vernebelungsaktion anlässlich des Kriegsendes statt. Alle Termine findet ihr hier >>>
Kulturbunker, Rosenbergstr. 23, Stuttgart-West
IBA’27-Festival
Alle, die sich für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Partizipation interessieren, können sich auf das zweite IBA’27-Festival freuen. Das Festival markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Internationalen Bauausstellung 2027 in der Region Stuttgart. Alle Infos rund um das Festival findet ihr im Raum der IBA’27 mitten in Stuttgart, wo euch auch eine kleine Ausstellung, Infos zum Programm und zu den einzelnen Veranstaltungen erwarten.
IBA’27-Festival, versch. Orte, Stuttgart, 9.-24.5.; Festivalzentrale: Calwer Str./ Ecke Kienestr., Stuttgart-Mitte, Mo-Sa, 10–18 Uhr
Japan-Tag im Linden-Museum
Beim Stuttgarter Japan-Tag kann man nicht nur japanische Musik hören. Es finden auch Vorführungen in Schwertkampfkunst wie Kendo, Kenbu und Iaido statt, man kann sich an traditionellen Ikebana-Arrangements probieren, Jiutamai- und Yosakoi-Tanz , das Papiertheater Kamishibai, eine Teezeremonie sowie eine bunte Cosplay-Show erleben. Wer selbst aktiv werden möchte, ist herzlich eingeladen, an Workshops zu Origami, Shogi, Kimono-Ankleiden, Kalligrafie, Manga oder Tanz teilzunehmen. Japanische Köstlichkeiten, eine gemütliche Leseecke und verschiedene Verkaufsstände runden das Tagesprogramm ab.
Japan-Tag, Linden-Museum, Hegelplatz 1, Stuttgart-Mitte, 11.5. 10.30-18 Uhr
About Pop
Zwei Tage, 75 Bands, 150 Speaker und über 20 Locations in Stuttgart: Die About Pop ist weit mehr als ein Festival. Die Convention für Popkultur, Musikwirtschaft, Jugendkultur und Nachtleben lockt dieses Jahr wieder mit Lesungen, Ausstellungen, Gesprächen und Workshops. Mit dabei sind Bands und Künstler:innen wie Irgend, Betterov, Trentemøller, Robocop Kraus, Fuffifufzich und Fiese Luise. Eine Übersicht findet ihr hier >>>
About Pop, versch. Orte, Stuttgart, 16.+17.5.
Christian Marclay: The Clock
Das Kunstmuseum präsentiert erstmals Christian Marclays international gefeierte 24-Stunden-Videoinstallation The Clock. Das Werk wurde 2011 auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Zu ausgewählten Sonderterminen wird die Installation in voller Länge über 24 Stunden hinweg gezeigt – auch nachts und in den frühen Morgenstunden, wenn das Museum normalerweise geschlossen bleibt. Über mehrere Jahre hinweg sichtete Christian Marclay Film- und Fernseharchive und sammelte unzählige Szenen, in denen Uhren zu sehen sind oder die Zeit genannt wird. So entstand eine beeindruckende Montage, die jede einzelne Minute eines Tages widerspiegelt. Besonders faszinierend: The Clock ist stets auf die aktuelle Ortszeit im Ausstellungsraum abgestimmt, wodurch filmische Zeit und reale Zeit miteinander verschmelzen. Die rasante Abfolge unterschiedlichster Erzählstränge fordert und hinterfragt zugleich unser Erleben von Zeit. The Clock besitzt dabei weder einen klassischen Anfang noch ein Ende.
Christian Marclay: The Clock, Kunstmuseum, 24-Stunden-Präsentation: 17.5. 10 Uhr-18.5. 18 Uhr