Es ist jetzt zwar schon ein paar Tage her, aber bei den Fahrgästen, die hautnah mit dabei waren, dürfte der Vorfall wahrscheinlich noch sehr präsent sein. Schließlich bleibt man nicht alle Tage mit einer Achterbahn stehen. Genau das ist aber am 28. April in Tripsdrill passiert. Die Holzachterbahn Mammut, eines der Aushängeschilder des Freizeitparks, hat an jenem Montag einen unfreiwilligen Stopp eingelegt. „Es hat aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Fahrgäste bestanden“, betont Pressesprecherin Britta Dirrler.
Bahn musste nicht evakuiert werden
Dass den Besuchern nichts zustößt, habe in Tripsdrill oberste Priorität, erklärt Dirrler. „Unsere Technik an den Attraktionen ist hochsensibel und auf maximale Sicherheit ausgerichtet“, fügt sie hinzu. Und an besagtem 28. April sei es just aus dieser Gemengelage heraus zu einer Sicherheitsabschaltung gekommen. „Das geschieht lieber einmal zu viel als einmal zu wenig und ist eine Bestätigung dafür, dass unsere Systeme funktionieren“, betont Dirrler. Heißt: bei der allerkleinsten Unregelmäßigkeit wie beispielsweise einer minimalen Stromschwankung im Netz springt die Ampel sofort auf Rot. Das Protokoll sehe vor, dass die Anlage nach so einer Abschaltung durch „unsere Techniker wieder freigeben werden“ müsse.
Die Pressesprecherin stellt aber klar, dass die Mammut Ende April nicht evakuiert worden sei. Die Passagiere hätten ihre Fahrt ganz normal fortsetzen können. Die Waggons seien zu dem Zeitpunkt grob geschätzt zur Hälfte besetzt gewesen. Im Anschluss seien die im Protokoll der Attraktionen vorgesehenen Überprüfungen im Angriff genommen worden. „Dieses Prinzip ist Standard an all unseren Attraktionen und absolut nicht vergleichbar mit reisenden Anlagen auf einer Kirmes oder anderen Festen“, betont Dirrler.
Technik wird täglich überprüft
Die Technik der Attraktionen diene der Sicherheit aller Besucher und werde tagtäglich überprüft. „Wie in allen Freizeitparks üblich, erfolgt in regelmäßigen Intervallen gemeinsam mit dem TÜV eine Überprüfung und Abnahme aller Anlagen“, erklärt Dirrler. Und dass ein Fahrgeschäft in Tripsdrill mitten im Betrieb stehen bleibe, „kommt nur äußerst selten vor“.
Kurioserweise hat sich der kleine Schreckmoment in dem Freizeitpark bei Cleebronn jedoch nur einen Tag nach einem Ereignis abgespielt, das sich in einem Fahrgeschäft auf dem Frühlingsfest in Stuttgart zugetragen hat. Besucher saßen hier in einer Gondel in luftiger Höhe fest, wohl infolge eines Stromausfalls.