Trotz Aus in der Europa League Einmal kurz schütteln! Der VfB kann noch viel erreichen

Der VfB Stuttgart, hier mit Angelo Stiller (li.) im Zweikampf mit Borja Sainz, muss im Duell mit dem FC Porto klein beigeben. Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Der VfB findet im abgezockt aufspielenden FC Porto seinen Meister. Doch trotz des Ausscheidens in der Europa League kann die Saison noch sehr erfolgreich enden.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)

Endstation Porto: Der VfB ist im Achtelfinale der Europa League verdient ausgeschieden – ist aber beide Male über sehr weite Strecken der Partie nicht das schlechtere Team gewesen. Das ist kein Widerspruch: Denn das in den entscheidenden Spielphasen abgezocktere, vor dem Tor effizientere und auf internationaler Bühne reifere Team stellte eben der FC Porto.

 

Daher steht die Mannschaft von Trainer Francesco Farioli nach ihrem 2:0-Heimsieg und nicht der VfB jetzt in der Runde der letzten Acht der Europa League. Den Stuttgartern ist so ein Vorstoß in ein Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs zuletzt in der Saison 1997/98 unter dem Trainer Joachim Löw gelungen.

Hatten sich die Portugiesen im Hinspiel mit ihrer Theatralik noch den Ärger des Stuttgarter Publikums zugezogen, so legten sie diesmal einen blitzsauberen Auftritt hin. Schwach in die Partie gestartet, traf William Gomes zum 1:0 fast aus dem Nichts – so etwas nennt man überragende Effizienz.

Dazu stellt der FC Porto in Nationalkeeper Diogo Costa einen überragenden Torwart, der vor allem Deniz Undav zur Verzweiflung trieb. Als dann Victor Froholdt einen Abwehrschnitzer von Angelo Stiller zum 2:0 nutzte, war die Fußballmesse an der portugiesischen Westküste gelesen.

Klar ist, dass der VfB dieses Duell im Hinspiel in Stuttgart verloren hat. Eine rund 15 Minuten währende Schwächephase nutzte der Tabellenführer der portugiesischen Primeira Liga vor Wochenfrist zum Auswärtssieg. Das war die Grundlage für den Erfolg des FC Porto, der eine seiner größten Stärken in der Defensivarbeit besitzt.

Beim VfB darf man sich nun kurz schütteln, denn der Club, der in Porto torlos blieb, kann trotzt des Aus in der Europa League noch eine herausragende Saison spielen. Schließlich steht man im Halbfinale des DFB-Pokals – und liegt in der Bundesliga auf einem Champions-League-Platz. Diese Zwischenerfolge im Endspurt möglichst zu veredeln, das ist nun die Aufgabe der Mannschaft für die restlichen Spiele der Saison.

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