Ausgangssperre wegen Coronavirus Franzose rennt Marathon auf seinem Balkon

Von red/ AP 

Not macht erfinderisch – und eine Ausgangssperre ist noch lang kein Hindernis. Das beweist zumindest der Franzose Elisha Nochomovitz. Er läuft auf seinem sieben Meter langen Balkon einen Marathon.

Was man auf einem Balkon so alles machen kann (Symbolbild). Foto: dpa/Daniel Reinhardt
Was man auf einem Balkon so alles machen kann (Symbolbild). Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Paris - In Zeiten der Coronakrise kann Ausdauer ganz neue Level erreichen: Der Franzose Elisha Nochomovitz hat trotz Ausgangssperre einen Marathon absolviert – und zwar beim Hin- und Herrennen auf seinem Balkon. Er sei 42,2 Kilometer auf seinem sieben Meter langen Balkon gelaufen, berichtete Nochomovitz der Nachrichtenagentur AP von seiner Wohnung in Balma bei Toulouse.

„Ich musste mir selbst beweisen, dass ich die 40 Kilometer noch rennen kann, egal unter welchen Bedingungen“, erklärte der Sportfan. Er habe die Aufgabe als Herausforderung für Körper und Geist gesehen, und die Bilder online geteilt, um die allgemeine Stimmung zu heben. „Es ging darum, eine verrückte Challenge zu starten und Humor reinzubringen; um die Situation der Ausgangssperre zu entdramatisieren.“

Einen Rekord stellte er mit seinem Marathon auf dem Balkon nicht auf: Nochomovitz brauchte sechs Stunden und 48 Minuten. Zwischendurch sei ihm schlecht geworden und er habe Angst gehabt, die Nachbarn würden sich über sein ständiges Fußtrampeln beschweren. Die seien letztlich aber sehr verständnisvoll gewesen, während einige Passanten ihn irritiert angestarrt hätten. Hilfe habe er außerdem von seiner Freundin bekommen, die ihm Getränke und Schokolinsen angereicht hätte.

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Die französischen Behörden erlauben Bürgerinnen und Bürgern weiter, als Einzelpersonen zum Sport nach draußen zu gehen, sofern sie dafür ein Formular mit Beweggründen unterzeichnen. Auf Frankreichs Straßen hat sich die Zahl der Jogger in den vergangenen Tagen allerdings wegen des schönen Wetters vervielfacht. Das hat bei den Behörden die Sorge aufkommen lassen, dass sich zu viele Menschen draußen aufhalten und die Virus-Eindämmungsversuche aufs Spiel setzen.

Dazu sagte Nochomovitz: „Wenn jeder gleich denkt und das Gleiche tut, sind wir alle draußen und das hilft gar nichts; und die Botschaft, dass wir alle drinnen zu Hause bleiben müssen, hat keine Wirkung.“




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