Trotz Corona Lucha erinnert an Grippe-Impfung

Eine Grippe sei keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, so Lucha (Symbolbild). Foto: dpa/Maurizio Gambarini
Eine Grippe sei keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, so Lucha (Symbolbild). Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Die Coronapandemie bestimmt noch immer den Alltag. Gesundheitsminister Manne Lucha sorgt sich, dass die Vorsorge gegen eine andere Krankheit deswegen in Vergessenheit gerät.

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Stuttgart - Im Schatten der Corona-Pandemie könnte das Risiko der Grippe nach Einschätzung von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) unterschätzt werden. „Durch die Corona-Pandemie ist das Thema Grippe und Influenza leider aus dem öffentlichen Fokus geraten“, sagte Lucha vor Beginn der Grippe-Saison der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Eine Grippe sei aber keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung.

Schwere Krankheitsverläufe drohen insbesondere bei älteren Menschen, sagte Lucha. Sie zählen nach Angaben der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Risikogruppe. „Wir müssen in jedem Fall verhindern, dass die Intensivstationen zusätzlich belastet werden“, erklärte Lucha weiter. Das Sozialministerium in Baden-Württemberg empfiehlt aber nicht nur Risiko-Gruppen die Impfung, sondern allen.

Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Grippeschutzimpfungen im Südwesten hoch - in zahlreichen Arztpraxen kam es zu Engpässen beim Impfstoff. Die baden-württembergische Kassenärztliche Vereinigung (KV) rechnet 2021 mit einer ähnlich starken Nachfrage wie im vergangenen Jahr.

Beginn der Grippe-Saison ist Anfang Oktober. Üblicherweise hat sie ihren Höhepunkt im Februar und März. Nach der Impfung dauert es bis zu zwei Wochen bis zu einem vollständigen Impfschutz.

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