Trotz Coronavirus Sieben Tipps, um den Winter zu überstehen

Kuscheldecken helfen, Haustiere auch. Foto: Imago/Silke Heyer
Kuscheldecken helfen, Haustiere auch. Foto: Imago/Silke Heyer

Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Alles, was den Winter schön macht, wurde abgesagt. Sieben Tipps, wie sie dennoch unbeschadet durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Stuttgart - Ein trüber Winter ist schlimm genug. Wegen der Pandemie könnte die dunkle Jahreszeit aber noch trüber werden. Ein paar Tipps, wie Sie ihre Wohnung so gemütlich machen, dass die Einschränkungen Sie nicht ganz so hart treffen.

Mehr Licht

Der Winter wird grau, dunkel, neblig. Kurz: Er wird grässlich. Wer darüber nicht trübsinnig werden will, schaltet das Licht an. Allerdings nicht den Deckenstrahler, der selbst das kleinste Zimmer in ein seelenloses Großraumbüro verwandelt. Setzen Sie stattdessen auf indirekte Beleuchtung. Verteilen Sie jede Steh- und Leselampe, die Sie finden können, in ihrer Wohnung. Wichtig: Nehmen Sie Glühbirnen mit warmem Licht und wenig Watt. Wer es noch gemütlicher haben will, greift gleich zu Kerzen. Mehr Behaglichkeit ist kaum möglich. Wobei eine Kerze noch keinen Sommer macht. Auch hier gilt: je mehr, desto besser. Aber Obacht: Nicht vor lauter Gemütlichkeit einschlafen, bevor auch wirklich alle Kerzen gelöscht sind.

Mehr Wärme

Nicht jeder ist mit einem Kamin oder einem Kachelofen gesegnet, frieren müssen Sie deswegen noch lange nicht. Kinder bauen mit ein paar Kissen und Decken eine gemütliche Höhle, warum sollten Sie das nicht auch können? Verteilen Sie Kuschelkissen, flauschige Wolldecken und Felle in der Wohnung. Teppiche eignen sich ebenfalls, um ihre Wohnung schön hyggelig zu machen. Dazu braucht es auch keinen Perser. Drei alte Handtücher genügen. Einfach auf Youtube die Stichworte „3 Handtücher“ eingeben und sie bekommen eine Bastelanleitung, in der erklärt wird, wie Sie aus den alten Fetzen einen hübschen Teppich machen.

Wem das zu anstrengend ist, der greift zu Wollsocken. Die tun’s auch.

Mehr Leben

Das soziale Leben liegt wegen der Pandemie brach, völlig ausgestorben muss ihre Wohnung dennoch nicht sein. Wer kein Haustier hat, besorgt sich Topfpflanzen. Die sind dekorativ, machen ihre Behausung gemütlicher und sorgen für ein besseres Raumklima, denn ihre grünen Freunde reinigen die Luft und verringern die Feinstaubkonzentration. Also holen Sie sich die Natur in ihre vier Wände. Zu empfehlen sind beispielsweise Farn, Elefantenfuß oder Fensterblatt. Je üppiger und grüner die Pflanzen, desto besser, tröstet die grüne Vielfalt doch über die tristen Zustände außerhalb ihrer Höhle, hat ein Winter ohne Schnee letztlich außer kahler Äste und Zweige doch nicht wirklich viel zu bieten.

Mehr Stoff

Der Blick aus dem Fenster ist niederschmetternd? Alles grau in grau? Mit Schiebegardinen verbannen sie die trübe Jahreszeit aus den eigenen vier Wänden. Ob Sie einen halbtransparenten, leichten Stoff wählen, der so viel Licht wie möglich durchlässt, oder einen schweren Samtvorhang, der dafür sorgt, dass die Tristesse ganz sicher draußen bleibt, ist Ihnen überlassen. Verwenden Sie möglichst warme Farben wie rot, gelb oder orange, auch Pastellfarben sind geeignet, aus ihrer Wohnung eine Oase der Gemütlichkeit zu machen. Wem das nicht genügt, kann mit Wandteppichen für noch mehr Behaglichkeit sorgen. Da ist es dann auch ganz einerlei, wie laut der Wind draußen pfeift.

Mehr Nostalgie

Die Familie ist fern, ein Treffen mit alten Freunden nur noch eine dunkle Erinnerung. Das schlägt auf die Laune und lässt selbst eingefleischte Optimisten verzweifeln. Wer derzeit nichts zu Lachen hat, hängt sich die gute Laune einfach an die Wohnzimmerwand. Wählen Sie ein paar Lieblingsmomente aus, die sie fotografisch festgehalten haben – sei es nun der Urlaub im Süden, die letzte Geburtstagsparty oder ein Essen mit der Familie. Drucken Sie das Bild aus, kaufen Sie einen Rahmen und ab an die Wand damit. Das erinnert an die guten alten Zeiten, lenkt ab von der trüben Gegenwart und gibt zudem einen kleinen Funken Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch wieder alles gut wird.

Mehr Genuss

Gedünsteter Kohlrabi? Kann man schon machen. Aber irgendwann ist auch gut mit gesunder Ernährung. Eine Prise Genuss muss schon sein, und dafür eignet sich der Winter hervorragend. Schließlich sind die Regale in den Supermärkten voller Leckereien, steigen viele schon jetzt in die Plätzchen-Produktion ein – und so ein Gänsebraten mit Knödeln und Rotkraut kann einen ganzen Tag retten. Schokolade, Trauben und Bananen fördern die Ausschüttung von Serotonin und bescheren Ihnen ein Gefühl von Gelassenheit, innerer Ruhe und Zufriedenheit. Bis die Freibäder wieder aufmachen, ist noch genügend Zeit, Spuren von Schweinebraten und Spekulatius an Bauch, Beinen und Po wieder abzutrainieren.

Mehr offline

Der einfachste Tipp ist: Schalten Sie das Smartphone aus und ziehen Sie den Stecker des Fernsehers. Erst dann kommen Sie wirklich im Hier und Jetzt an. Die neusten Nachrichten aus aller Welt, die letzte Mail vom Chef, all das ist jetzt nicht wichtig. Ob Donald Trump die US-Wahl anerkennt, ob der Flughafen Berlin noch in diesem Jahrhundert den Betrieb aufnimmt, das alles werden Sie noch früh genug erfahren. Wer es für ein paar Stunden gemütlich haben will, belastet sich besser nicht mit dem Elend der Welt. Zumindest für einen Abend sollte das ohne allzu große Gewissensbisse möglich sein. Ihr Körper und vor allem ihr Geist werden es ihnen danken. Also Stecker ziehen und entspannen.

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