TSV Georgii Allianz Die Aufstiegsrunde rückt in weite Ferne

Kein Durchkommen: in dieser Szene versucht der Routinier Sergej Henkel sein Glück, der   gegen die Freiburger als  Aushilfskraft im Allianz-Aufgebot stand. Foto: Günter E. Bergmann
Kein Durchkommen: in dieser Szene versucht der Routinier Sergej Henkel sein Glück, der gegen die Freiburger als Aushilfskraft im Allianz-Aufgebot stand. Foto: Günter E. Bergmann

Die Drittliga-Volleyballer des TSV Georgii Allianz unterliegen dem USC Freiburg mit 0:3 und müssen nun im weiteren Saisonverlauf wohl gegen den Abstieg kämpfen.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Vaihingen - Vor dem ersten Punktspiel des neuen Jahres am Samstagabend in der heimischen Hegel-Sporthalle waren die Drittliga-Volleyballer des TSV Georgii Allianz noch guten Mutes. Immerhin hatten sie vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde noch alle Chancen, aus eigener Kraft einen der ersten vier Plätze in der Gruppe B und damit die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga zu erreichen. Jedoch: Binnen von lediglich 68 Spielminuten hat sich diese Ausgangslage drastisch geändert, denn nach der 0:3-Heimniederlage (15:25, 16:25, 23:25) gegen den Mitbewerber USC Freiburg hat das Filderteam sein sportliches Schicksal nun nicht mehr in den eigenen Händen.

Realistischer als ein möglicher Einzug in die Aufstiegs-Play-offs ist, dass die Vaihinger von Februar an gegen die Rivalen aus der anderen Gruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) gegen den Abstieg in die Regionalliga kämpfen müssen. Um nach den ersten 14 Spieltagen doch noch zu den Top vier der eigenen Vorrundengruppe zu gehören, müssten die Allianz-Männer ihre verbleibenden Spiele in Ludwigsburg, zu Hause gegen Botnang und beim bislang punktlosen Schlusslicht in Konstanz allesamt mit mindestens zwei Sätzen Differenz gewinnen – während die Freiburger ihrerseits ihre beiden noch ausstehenden Heimspiele gegen den Spitzenreiter TV Rottenburg und den SV Fellbach ebenso klar verlieren müssten.

Vaihingen haben unerwartet gepatzt

In die schwierige Situation manövriert haben sich die Vaihinger selbst, indem sie nach ihren vorangegangenen fünf Auswärtspleiten zusätzlich nun auch auf heimischem Terrain unerwartet gepatzt haben. Vier ihrer fünf Heimspiele hatte die Allianz gewonnen und war dabei lediglich gegen den souveränen Tabellenführer aus Rottenburg als Verlierer vom Feld gegangen.

Die Gründe? „Es kann schon sein, dass uns die dreiwöchige Pause über Weihnachten und Neujahr etwas aus dem Rhythmus gebracht hat. Aber: Wir haben einfach ein ganz schlechtes Spiel gemacht und auch in dieser Höhe verdient verloren“, resümierte der Kapitän Christian Bura. Ein weiterer Faktor, der den Gästen aus dem Breisgau in die Karten spielte, war das Fehlen des besten Allianz-Angreifers Alexander Benz, der in dieser Saison mehrere Spiele beinahe im Alleingang für sein Team entschieden hatte, diesmal aber privat verhindert war. Ebenfalls nicht in der Sporthalle des Hegel-Gymnasiums war am Samstagabend der Cheftrainer Dominik Nuguspanov, der sich wie berichtet nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus in häuslicher Quarantäne befindet.

Am Ende zogen sie erneut den Kürzeren

Vertreten wurde der Chefcoach einmal mehr vom Co-Trainer Dominik Höschle. Die Gastgeber, bei denen der Routinier Sergej Henkel (42) aus dem eigenen Regionalligateam wieder einmal in der „Ersten“ aushalf, waren gegen die Südbadener um den Ex-Allianzer Marc Zimmermann zwei Sätze lang chancenlos. Lediglich im dritten Durchgang gelang es ihnen, diesen ausgeglichen zu gestalten – ehe sie am Ende erneut den Kürzeren zogen. „Wir haben die Aufstiegsrunde damit abgehakt. Jetzt ist es wichtig, die Spiele gegen Botnang und Konstanz zu gewinnen, um diese Punkte mit in die Abstiegsrunde nehmen zu können“, sagte Bura. TSV Georgii Allianz: Henkel, Garklavs, Klausmann, Metzenthin, Hummel, Bura, Chudoba (Libero); Eingewechselt: Bok, Leser, Drechsel, Hinsken.

Unsere Empfehlung für Sie