TSV Steinhaldenfeld Weiter zu wenig Platz in der Turnhalle
Bei der geplanten Sanierung der Turn- und Versammlungshalle gibt es keinen extra Raum für den TSV. Dabei steigt dort der Bedarf. Der Verein befürchtet Austritte von Mitgliedern.
Bei der geplanten Sanierung der Turn- und Versammlungshalle gibt es keinen extra Raum für den TSV. Dabei steigt dort der Bedarf. Der Verein befürchtet Austritte von Mitgliedern.
Steinhaldenfeld - Der TSV Steinhaldenfeld hat nun Rückmeldung der Stadtverwaltung bekommen. Doch die Antwort ist für den Verein unbefriedigend. Denn bislang ist keine Besserung der räumlichen Nutzung in der Halle absehbar.
Das bedauert Klaus Mairhofer, im Vorstand des TSV für die Verwaltung zuständig. Der rund 1130 Mitglieder starke Verein, der größte in Steinhaldenfeld, erhofft sich bei der Sanierung der Turn- und Versammlungshalle auch räumlich mehr Platz. Die CDU-Gemeinderatsfraktion und die FDP-Bezirksbeiratsfraktion hatten in Anträgen an die Verwaltung gefordert, dass auch die betroffenen Vereine in die Planung der Sanierung mit einbezogen werden. Das ist geschehen. Die Vereine wurden informiert. Auch der Bürger- und Siedlerverein. Doch es zeigt sich kein zufriedenstellendes Ergebnis.
„Es sollen zwar durch eine Trennwand drei Sportflächen in der Halle entstehen“, so Mairhofer, doch das helfe nur bei drei kleinen Gruppen, nicht für den Bedarf des TSV, der etwa Baby-Mütter-Bewegungsangebote und etwas für Ältere machen möchte. Es hätte nur ein zusätzlicher Raum geholfen, um die Situation des Turn- und Sportvereins zu verbessern. Doch dies scheint nicht in Sicht angesichts der aktuellen Pläne. Mairhofer befürchtet Austritte von Mitgliedern aus seinem Verein, wenn sich die räumliche Situation nicht lösen lasse.
Auch die gastronomische Seite sei nicht ganz zufriedenstellend gelöst. Ein System mit Ein- und Ausgang zum Küchenbereich gebe es nicht. Dies sei aber wichtig bei den Abläufen. Der TSV hofft auch hier, dass es wie bisher eine Doppeltür gibt. Auch der Vorsitzende des Bürger- und Siedlervereins, Günter Roder, zeigt sich enttäuscht nach der Antwort der Verwaltung, dass keine räumliche Erweiterung eingeplant wird. Der TSV könne sich so nicht weiterentwickeln, bedauert er. Roder hatte von Anfang an für einen Neubau statt einen Umbau der Turn- und Versammlungshalle plädiert. Doch so ist eine Erweiterung des Sportangebots kein Thema. Roder kritisiert eine bislang mangelnde Wertschätzung der Arbeit des TSV, der sich auch für den Breitensport einsetze. Das sei nicht berücksichtigt worden. Roder bedauert, dass offenbar bei der Verwaltung der Wille fehle, dies in die Planung mit hineinzunehmen. „Der TSV ist praktisch ausgeklinkt“, so Roder. Die Halle werde lediglich für den Schulbetrieb saniert. Auch der Gesangverein könne seine Feste machen. Doch alle anderen Vereine hätten Probleme. So plädiert auch Roder für die Einrichtung einer Doppeltür beim Küchenbereich, so wie es jetzt schon eine gebe.
Roder zeigt sich von den aktuell vorliegenden Plänen zur Sanierung der Turn- und Versammlungshalle frustriert, nachdem jahrelang auf das Raumproblem des TSV aufmerksam gemacht worden sei, dass sich dort bislang nichts bewegt habe. Er plädiert dafür, die Pläne zu verbessern und dann notfalls lieber noch zu warten, damit es dann richtig gemacht wird. „Die Halle bietet so dem TSV kein Entwicklungspotenzial“, sagt Roder. Die Vereinsvertreter hoffen noch auf eine Lösung.
Dass die Turn- und Versammlungshalle saniert werden soll, darüber wird seit vielen Jahren diskutiert. Auch eine Erweiterung im Bereich des Stuhllagers hätte der TSV begrüßt, wie die CDU auch nochmals gefordert hat. Und alternativ im ersten Stock war es nun auch nicht möglich, einen weiteren Raum für verschiedene Sportangebote zu bekommen. Dort ist die Technik untergebracht, und die Verwaltung hatte erklärt, dass der gesamte Bereich von der Technik ausgefüllt und kein Platz übrig sei. Dort hatten die Vereinsvertreter zuletzt noch auf einen zusätzlichen Raum gehofft.
Die Turn- und Versammlungshalle Steinhaldenfeld soll nach Angaben von Peter Holzer vom Hochbauamt eine energetische Fassadensanierung erhalten, und der Innenbereich soll erneuert werden. Die Halle solle künftig barrierefrei erschlossen sein. Die Saalküche solle erneuert und für den Veranstaltungsbetrieb ausgelegt und die Heiztechnik erneuert werden. Baulich soll die Sanierung im kommenden Jahr starten und Ende 2023 abgeschlossen sein. Die Sanierung der Turn- und Versammlungshalle soll laut Holzer insgesamt etwa 5,21 Millionen Euro kosten.