Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält an Zeitplan fest

Am Tübinger Stammsitz von Curevac laufen die Vorbereitungen für den Start der Impfungen noch im Juni. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Am Tübinger Stammsitz von Curevac laufen die Vorbereitungen für den Start der Impfungen noch im Juni. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Zuletzt gab es Lieferprobleme bei den Rohstoffen. Wann kommt der Curevac-Impfstoff auf den Markt?

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Matthias Schmidt (mas)
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Stuttgart - Trotz Schwierigkeiten bei der Beschaffung verschiedener Grundstoffe bleibt der Tübinger Pharmahersteller Curevac bei seinem Zeitplan und will noch im Juni seinen Covid-Impfstoff CVnCoV auf den Markt bringen. Man erwarte noch in diesem Quartal Daten aus der weltweiten, zulassungsrelevanten Testphase, sagte ein Unternehmenssprecher. Da schon im Februar ein rollierendes Zulassungsverfahren bei der europäischen Prüfbehörde EMA gestartet wurde, gehe Curevac „von einem Produktlaunch noch im zweiten Quartal 21 aus“ – sofern die Daten die erwartete Wirksamkeit bestätigen und die Behörden die Genehmigung erteilen.

Ist der Curevac-Impfstoff schon Anfang Juni verfügbar?

Ob schon Anfang Juni die ersten Impfungen stattfinden können, wie es Curevac-Vorstandschef Franz-Werner Haas noch Ende März im Interview mit der Stuttgarter Zeitung in Aussicht gestellt hatte, ist allerdings ungewiss. Haas hatte zuletzt von andauernden Problemen bei der Beschaffung von Rohmaterial berichtet. Namentlich blockierten die USA die Ausfuhr wichtiger Grundstoffe für die Herstellung des mRNA-basierten Impfstoffs, darunter etwa Nukleotide und zertifizierte Plastikbehälter.

Curevac will in diesem Jahr 300 Millionen Impfdosen herstellen

Das Tübinger Unternehmen hat deshalb die Bundesregierung um Unterstützung bei der Beschaffung gebeten. Obwohl die Produktion dadurch belastet ist, hält Curevac dennoch die für dieses Jahr angepeilte Menge von 300 Millionen Impfdosen für machbar, so Haas gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

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