Tübinger Oberbürgermeister Befürworter von Palmer scheitern mit Aufruf gegen Parteiausschluss

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist umstritten. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Soeder
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist umstritten. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Soeder

Befürworter von Boris Palmer sind damit gescheitert, einen Aufruf gegen dessen Parteiausschluss zu verbreiten. Der Tübinger Oberbürgermeister hatte in einem Beitrag über den früheren Nationalspieler Aogo das sogenannte N-Wort benutzt.

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Tübingen - Befürworter des grünen Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer sind am Mittwochabend damit gescheitert, einen Aufruf gegen Palmers Parteiausschluss zu verbreiten. Der Antrag der Alternativen Liste wurde mit 29 Nein-Stimmen gegen 9 Ja-Stimmen mehrheitlich abgelehnt. In dem Schreiben heißt es, Palmers Äußerungen über den Fußballer Dennis Aogo seien kein Beweis dafür, dass er ein Rassist sei und dass er vorsätzlich gegen die Grundsätze der Partei verstoße.

Palmer hatte vor einigen Wochen in einem Beitrag über den früheren Nationalspieler Aogo, der einen nigerianischen Vater hat, das sogenannte N-Wort benutzt. Mit diesem Begriff wird heute eine früher in Deutschland gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Die Grünen wollen ihn nun aus der Partei ausschließen. Palmer betonte, seine Äußerung sei ironisch gemeint gewesen. Anfang Mai stimmten 161 Delegierte beim Landesparteitag für ein Ausschlussverfahren, 44 dagegen, 8 enthielten sich.

Der Brief der Alternativen Liste war verbunden gewesen mit der Bitte, den Aufruf an alle rund 450 Mitglieder des Stadtverbands zur Unterzeichnung des Aufrufs zu schicken.

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