Aufgrund des Krieges im Iran sind viele Deutsche verunsichert, ob eine Reise in die Türkei sicher ist. So schätzen die USA die Lage ein.
Das Auswärtige Amt hat inzwischen die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei aktualisiert. Eine generelle Reisewarnung gibt es nicht. Die Behörde rät aber von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet zum Iran ab. Auch die USA haben ihre Reisehinweise für Touristen aktualisiert.
Empfehlungen für US-Touristen
Das Außenministerium der USA stuft Reiseländer in 4 Stufen ein, wobei Länder der Stufe 1 als sicher gelten. Stufe 4 bedeutet, dass man dort nicht hinreisen soll. Die Türkei wird bereits seit geraumer Zeit in Stufe 2 eingruppiert. Reisende sollten dort erhöhte Vorsicht walten lassen. Das hat sich auch nach den jüngsten Raketenabschüssen durch den Iran nicht geändert. Die Reisehinweise wurden jedoch um eine Reisewarnung für bestimmte Regionen ergänzt.
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Für diese Regionen gilt eine Reisewarnung
US-Bürger sollen aktuell nicht in die Provinzen Adana, Adiyaman, Batman, Bingol, Bitlis, Diyarbakir, Elazig, Gaziantep, Hakkari, Hatay, Icel, Kilis, Kahramanmaras, Malatya, Mardin, Mus, Osmaniye, Siirt, Sanliurfa, Sirnak, Tunceli und Van reisen. Als Grund werden Risiken im Zusammenhang mit den bewaffneten Konflikten in den angrenzenden Staaten genannt. US-Regierungsmitarbeiter dürfen seit Beginn der militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran am 28. Februar 2026 nicht mehr frei im Südosten der Türkei reisen.
Am 9. März 2026 ordnete das US-Außenministerium zudem an, dass nicht unbedingt benötigte Mitarbeiter des US-Konsulats in Adana sowie deren Familien das Land verlassen sollen. US-Bürger im Südosten der Türkei werden dringend aufgefordert, die Region ebenfalls zu verlassen.
Behörden raten zur Vorsicht im ganzen Land
Auch außerhalb des Südostens sehen die USA Risiken. Terroristische Gruppen könnten weiterhin Anschläge planen, auch an Orten, die von Reisenden besucht werden – etwa Flughäfen, Märkte, Einkaufszentren, Hotels oder touristische Sehenswürdigkeiten. Solche Angriffe könnten laut US-Außenministerium ohne Vorwarnung erfolgen.
Wer dennoch in die Türkei reist, sollte laut US-Behörden besonders aufmerksam sein, Demonstrationen meiden, lokale Medien verfolgen und sich vor der Reise im Smart Traveler Enrollment Program (STEP) registrieren, um im Notfall von der US-Botschaft kontaktiert werden zu können.