Acht südländisch aussehende Männer verhalten sich vor der Tür des griechischen Restaurants Cavos in Stuttgart-Mitte aggressiv, die Polizei wird alarmiert, zwei Männern werden vorübergehend Handschellen angelegt. Danach bricht im Internet ein Sturm los.

Stuttgart-Mitte - Nach einem Vorfall vor der Tür des griechischen Restaurants Cavos in Stuttgart-Mitte sind die Emotionen im Netz hochgekocht.

Wie ein Sprecher der Polizei berichtet, wollten am Dienstag gegen 21.30 Uhr mehrere, deutlich angetrunkene Männer in das Lokal in der Lautenschlagerstraße. Die Türsteher dort wollten sie wegen ihrer Alkoholisierung aber nicht reinlassen. "Sie wurden an der Tür abgewiesen und haben sich daraufhin unmöglich benommen", so der Sprecher. Einige seien aggressiv geworden. Die Polizei wurde alarmiert. Als die Beamten vor Ort eintrafen, hatte sich die Gruppe größtenteils zerstreut. Zwei Verdächtige wurden kurzzeitig mit Handschellen gefesselt, weil sie sich aggressiv verhielten. Dann wurden sie des Platzes verwiesen.

Am Mittwoch veröffentlichte das Cavos-Team auf Facebook einen Post, in dem sich die Gastronomen bei der Polizei für ihren Einsatz bedankten: "Uns war klar, wenn wir nicht schnell die Polizei rufen, dann würden unsere sehr geduldigen Türsteher sie irgendwann zermalmen... weil die einfach zu assi sind diese Penner", hieß es da. "Ich bin mir zu 100% sicher, diese Jungs, die nicht mal Respekt vor bös wirkenden Türstehern haben, hätten gestern Nacht noch für richtig Ärger gesorgt in der Stadt", heißt es in dem Post weiter.

 

EIN LOB AN DIE STUTTGARTER POLIZEI!! Gestern haben sich doch tatsächlich eine Gruppe von 8 Halbstarken Afghanen,...

Posted by Cavos Stuttgart on  Wednesday, January 6, 2016

In dem Facebook-Posting wählten die Verantwortlichen klare, mitunter auch beleidigende Worte - die mutmaßlichen Aggressoren werden offensiv als "Afghanen", "Pakistanis" oder "Kanaken" bezeichnet. Llaut Polizei handelt es sich bei den beiden kurzzeitig Festgenommenen allerdings um Inder. Nicht alle fanden die Wortwahl des Cavos-Teams in Ordnung. Man solle in einem solchen Fall beispielsweise keine Nationalitäten nennen, meint eine Userin. Cavos kontert: Die Mannschaft des griechischen Restaurants bestehe "aus Griechen, Jugos, Türken, Ägyptern" sowie Mitarbeitern aus dem Irak und Afghanistan. Und alle seien "glücklich" miteinander. "Doch ist es unser sehr gutes Recht als Kanaken, andere Kanaken lauthals als Kanaken zu beschimpfen", rechtfertigt sich die Cavos-Crew. Für genügend Traffic hat der Post jedenfalls gesorgt - immerhin wurde er mehr als 300 Mal geteilt. "So etwas gab es bei uns noch nie", heißt es seitens Cavos. Laut Statistik habe man damit fast 200.000 Personen erreicht.