Tunnelbau bei Kirchheim „Sibylle“ bohrt sich durchs Albvorland

Von hol 

„Wanda“ ist schon unterwegs. Jetzt hat auch „Sibylle“ ihre Arbeit im Albvorlandtunnel bei Kirchheim aufgenommen.

Bei der Taufe im Oktober 2017 konnten die Besucher noch „Wanda“ und „Sibylle“ bestaunen. Foto: Horst Rudel
Bei der Taufe im Oktober 2017 konnten die Besucher noch „Wanda“ und „Sibylle“ bestaunen. Foto: Horst Rudel

Kirchheim - „Wanda“ hat auf ihrem rund acht Kilometer langen Weg bereits 200 Meter geschafft. Jetzt hat sich auch „Sibylle“ auf die Reise gemacht. Die Deutsche Bahn teilt mit, dass nun auch die Tunnelvortriebsmaschine, die im Oktober 2017 auf den Namen „Sibylle“ getauft worden ist, ihre Arbeit aufgenommen hat und von Kirchheim aus die ersten Meter der Nord-Röhre des Albvorlandtunnels gegraben hat. Vor ihrem Start war die rund 120 Meter lange Maschine mehrere Monate lang auf der Großbaustelle an der Autobahn A 8 zusammengebaut und anschließend getestet worden.

Für den Vortrieb der Nordröhre des Albvorlandtunnels wird „Sibylle“ voraussichtlich eineinhalb Jahre benötigen. Pro Tag schaffen die Zwillingsschwester „Wanda“, die in der Südröhre im Einsatz ist, und „Sibylle“ 20 Meter. Anders als „Wanda“ wird „Sibylle“ den Tunnel nicht komplett bis Wendlingen bauen. Denn ein 200 Meter langer Abschnitt der Nordröhre wird von Wendlingen aus gegraben, weil sich für eine Verzweigung, an der die Güterzugsanbindung von der Neubaustrecke getrennt wird, der im konventionellen Tunnelbau eingesetzte Spritzbeton besser eignet als die im Rest des Tunnels verbauten 54 000 Betonfertigteile, die sogenannten Tübbinge.

Der 8176 Meter lange Albvorlandtunnel wird nach seiner Fertigstellung zu den zehn längsten Eisenbahntunneln in Deutschland gehören. Rund 600 Bauarbeiter und 80 Ingenieure arbeiten an der Fertigstellung der beiden Tunnelröhren.




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