Tunneltaufe für Stuttgart 21 Der Minister lässt sich nicht blicken

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Als Vertreter des Ministers sprach Ministerialdirigent Elmar Steinbacher für die Landesregierung. Der Abteilungsleiter nannte den Zeitplan der Bahn bei Stuttgart 21 „ambitioniert“. Verzögerungen und Kostensteigerungen seien nicht im Interesse der Projektpartner, so Steinbacher. Aus diesem Grund unterstütze die Landesregierung das Vorhaben, sagte er und fügte an: „Ich appelliere an die Bahn, sich frühzeitig an die Bürger und die zuständigen Institutionen von Land und Stadt zu wenden. Da lässt sich noch vieles verbessern.“

Der Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) war spürbar um eine harmonische Atmosphäre bemüht. „Tunnelbau ist immer Teamwork“, sagt er. „Diese Zusammenarbeit wird auch zwischen den Projektpartnern immer besser“, fügte Schairer hinzu. Wie schon seine Vorredner, hob auch der Bürgermeister die Vorteile des Projekts heraus. „Ich hoffe, dass die Stadtbezirke Nord und Ost, die derzeit von den Bahngleisen getrennt werden, zusammenwachsen“, sagte er. „Bei diese Stadtreparatur müssen wir die Bürger so gut wie möglich einbinden.“

Projektgegner taten ihren Unmut über das Milliardenprojekt entlang des Zugangs kund, den Ehrengäste abschreiten mussten, und hinter dem mehr als drei Meter hohen Bauzaun. Dieser geriet bedrohlich ins Wanken, kurz nachdem sich Grubes Ankunft herumgesprochen hatte. Die Polizei, die in erster Linie die Zugangswege zum Gelände und die umliegenden Straßen bewacht hatte, rückte nun aufs Gelände ein und sicherte die Absperrung von hinten. Am Ende der Veranstaltung stellten sich laut Polizei etwa 40 Projektgegner in den Weg, als der Bahn-Chef abfahren wollte. Kurzzeitig blockierten sie die Ausfahrt.

Die Tunnel von und nach Bad Cannstatt gehören zu dem Planfeststellungsabschnitt 1.5. Fernzüge sollen später einmal von Cannstatt über die Neckarbrücke und unter dem Rosensteinpark Richtung Hauptbahnhof fahren.

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