Turn-WM in Stuttgart Deutsche Turner nach erstem Qualifikations-Tag auf Rang fünf

Von red/dpa 

Unangefochten in Führung liegt derzeit Russland. Aber das deutsche Team kann sich weiter Hoffnungen auf eine Olympia-Qualifikation 2020 in Tokio machen.

Das deutsche Team mit Lukas Dauser (von links nach rechts), Philipp Herder, Andreas Toba, Nick Klessing, Felix Remuta und Karim Rida warten auf die Bekanntgabe der Ergebnisse des spanischen Teams. Foto: dpa/Marijan Murat
Das deutsche Team mit Lukas Dauser (von links nach rechts), Philipp Herder, Andreas Toba, Nick Klessing, Felix Remuta und Karim Rida warten auf die Bekanntgabe der Ergebnisse des spanischen Teams. Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Die deutschen Turner liegen bei der Heim-WM nach dem ersten Tag der Team-Qualifikation auf Rang fünf. Die Mannschaft mit Andreas Toba, Lukas Dauser, Karim Rida, Nick Klessing und Philipp Herder kam am Sonntagabend in der Hanns-Martin Schleyer-Halle auf insgesamt 246,508 Punkte und kann weiter auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hoffen. Dafür müsste das Quintett am Ende beider Qualifikations-Tage zu den besten zwölf von insgesamt 24 Teams gehören.

Unangefochten in Führung liegt derzeit Russland. Die Mannschaft um Mehrkampf-Europameister Nikita Nagorni und den Einzel-Weltmeister von 2018, Artur Dalalojan, erturnte 259,928 Punkte und lag damit klar vor Taiwan (250,093), Brasilien (247,236) und Spanien (246,727). Die weiteren Favoriten aus China, Japan und den USA gehen am Montag an die Geräte.

Fehlstart am Barren

Die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Hirsch leistete sich am Barren einen Fehlstart. Erst rutschte der 19-jährige Rida vom Holm ab, dann landete sein Berliner Kollege Herder beim Doppelsalto-Abgang auf dem Hosenboden. Mit einer fast perfekten Übung und dem bisherigen Höchstwert an diesem Gerät von 15,033 Punkten hielt Barren-Spezialist Dauser den Schaden in Grenzen und hat gute Chancen auf den Einzug in das Gerätefinale.

Danach fing sich das Team und zeigte frenetisch angefeuert von den 7500 Fans an Reck und Boden eine glänzende Teamleistung, ehe ausgerechnet der beste Pauschenpferd-Turner Herder vom Gerät abstieg und die Streichwertung lieferte. Als besonders zuverlässig erwies sich der deutsche Meister Andreas Toba, der mit 82,781 Zählern als Fünfter in der Einzelwertung fast sicher im Mehrkampf-Finale steht.