In Stuttgart haben sich am Sonntag die besten Kniffel-Spielerinnen und -Spieler des Südwestens versammelt. Es ging um einen Meistertitel – aber auch um Spaß an dem Kult-Würfelspiel.
Marius Pfeiffer aus Biberach war als amtierender Landesmeister sogar mit Autogrammkarten angereist. Das sollte eher ein Spaß sein – aber in der Gaststätte „11er Sportfreunde“ auf der Waldau in Stuttgart wollte er am Sonntag schon seinen Titel verteidigen. Pfeiffer war angetreten zu einem ganz besonderen Wettbewerb: Zur baden-württembergischen Kniffel-Meisterschaft.
Doch daraus wurde nichts. Der Titelverteidiger schaffte es nicht in die Finalrunde. Den ersten Platz holte sich Leo Wiedel aus Schwäbisch Gmünd. Der 20-Jährige spielte gegen seinen Vater im Finale und schnappte sich den Pokal. „Ich freue mich über den Titel und dass es geklappt hat, in privatem Rahmen dafür zu trainieren“, sagte der neue Landesmeister.
75 Teilnehmer hatten sich für das Würfelspielturnier angemeldet. Viele kamen in Kniffel-Kutten und Fanshirts. Eine Gruppe zog sich sogar Doktor-Kittel über - sie proklamierten eine wissenschaftliche Herangehensweise an das stark, aber nicht nur, vom Glück beeinflusste Würfelspiel. Eine Teilnehmerin forcierte den Glücksaspekt stärker: Sie hatte ein Kuscheltier namens Kniffelo dabei, in Anlehnung an die Kinderbuchfigur Grüffelo.
Kniffel-Spielerin reist aus Köln an
Auch weite Wege zum Turnier scheuten die Kniffel-Freunde nicht. Es vor allem Fans aus Baden-Württemberg da, eine Teilnehmerin mit Wurzeln in Ludwigsburg kam sogar aus Köln, um sich mit alten Freunden und Bekannten am Würfelbecher zu messen.
Ausgetragen wird die baden-württembergische Meisterschaft vom SSV Kniffel. Die erste Ausgabe des Wettbewerbs hatte im Ritterstüble in Stuttgart stattgefunden. Zum Wechsel auf die Waldau habe man sich aufgrund des großen Andrangs entschlossen. Vereinspräsident Mario Völpel sagte am Sonntag: „Grandios war, wie das Event angenommen wurde und wie viele Leute sich hier zu dem privaten Hobby getroffen haben.“