Ein riesiger Hindernisparcours und jede Menge sportliche Kids: Der SWR hat im Oskar-Frech-Seebad in Schorndorf „Krass Nass“ gedreht. Wir durften dabei sein.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)

Nebeleffekte, bunte Scheinwerfer, Stranddeko, eine Bühne und ein riesiger Parcours aus bunten, aufblasbaren Hindernissen: Das Schorndorfer Oskar-Frech-Seebad sah am Dienstag komplett anders aus als gewohnt. Der Grund waren Dreharbeiten fürs Fernsehen. „Krass Nass“ heißt die Spielshow, bei der Kinder sich durch einen nassen Parcours kämpfen – kletternd, rutschend, schwimmend und balancierend. Produziert wird die Sendung vom SWR für den Tigerenten-Club des Kinderkanals Kika.

 

Die aktuelle Staffel von „Krass Nass“ ist bereits die zehnte, seit Jahren ist die Sendung fester Bestandteil des Sommerprogramms. Zum Beginn jeder Staffel treten normalerweise zwölf Kinder gegeneinander an, sechs Mädchen und sechs Jungen.

„In der Jubiläumsstaffel sind es aber doppelt so viele“, verrät Nicolas Caspar, der verantwortliche Redakteur beim SWR. Die Kinder treten also jeweils in Zweierteams an – „wir haben Freunde, Zwillinge und Cousins und Cousinen dabei“, sagt Caspar.

„Wir haben schon immer davon geträumt, die Sendung mal in einem Baggersee oder dergleichen aufzuzeichnen, aber meistens fehlt dort die nötige Infrastruktur“, so der Redakteur. Strom, Umkleiden und andere Dinge, die man für einen TV-Dreh braucht, findet man im jedoch Oskar-Frech-Seebad – ideal für die Zwecke der Sendung. In Schorndorf selbst hat der SWR zwar schon einige Male gedreht – etwa 2021 im Sportpark der SG Schorndorf. Im Seebad war es jedoch eine Premiere, der Sender dreht hier die komplette diesjährige Staffel der Show.

Der Dreh der Sendung geht schneller – und die Kinder sind noch sportlicher – als der Fernsehzuschauer dies vielleicht glauben mag. Denn auch wenn in jeder Folge der Sendung eine Runde des Wettbewerbs gezeigt wird: Gefilmt werden zwei bis drei Runden pro Drehtag. Dabei müssen die jungen Kandidaten jedes Mal eine andere Variante des Hindernisparcours bewältigen.

„Krass Nass“: Kika – Sendung wird in Schorndorf gedreht

Käpt’n KRass Nass und Leichtmatrose Krass Blass sind die Maskottchen der Sendung. Foto: SWR / Patricia Neligan

Auch für den Parcours in Schorndorf haben sich die Macher einiges einfallen lassen: Die Kandidaten müssen auf einer riesigen Quietscheente rudern, dann klettern, balancieren, schwimmen, hangeln und – für die meisten das größte Hindernis – einen Ball in einem schwimmenden Basketballkorb versenken. Die zehn- bis 13-Jährigen setzen dabei meist auf Teamwork – und ein Teammitglied, das ins Wasser springt, um den Ball per „Slam Dunk“ in den Korb zu bringen.

Begleitet werden die Kandidaten in Schorndorf von sechs TV-Kameras plus einer Drohne, aber auch von Rettungsschwimmern: Die DLRG Schorndorf fährt mit Booten immer auf Höhe der Kinder und Teenager, um notfalls eingreifen zu können. Heute ist das nicht nötig: Die Kandidaten sind sehr gute Schwimmer. Michael „Bolli“ Bollenbacher, eigentlich Sportkommentator beim SWR, übernimmt auch in diesem Jahr wieder die professionelle Kommentierung der Läufe. Die Motivation bei den Kids ist groß, trotz des durchwachsenen Wetters und Lufttemperaturen um die 15 Grad. Das Wasser im Seebad ist zwar wärmer – hineinzufallen ist aber nicht unbedingt das Ziel.

Während das schnellste der Teams sich über den Tagessieg und eine Medaille freuen darf, müssen die vier langsamsten Kinder auf das „fiese Schleuderrad“, wo sie von den anderen Kandidaten mit Bällen beworfen werden und das Gleichgewicht halten müssen. Wer oben bleibt, kommt eine Runde weiter, wer herunterfällt, scheidet aus. Dabei gilt: Der Umgang mit den Unterlegenen ist fair. Gelächter oder Hohn à la „Takeshi’s Castle“ gibt es bei Fehlschlägen nicht. Stattdessen Anerkennung, oft auch ein Schulterklopfen. „Wir wissen, welche Grenzen wir nie überschreiten würden – bei uns wird niemand vorgeführt“, betont Nicolas Caspar.

Käpt’n Krass Nass und Leichtmatrose Krass Blass sind dabei

„Krass Nass“ gibt es seit zehn Jahren (Foto von 2023). Foto: SWR/Patricia Neligan

Angefeuert werden die Kinder bei ihrem Abenteuer nicht nur von den Moderatoren Laura Knöll und Johannes Zenglein, sondern auch von den Maskottchen Käpt’n Krass Nass und Leichtmatrose Krass Blass – die beiden Spaßmacher führen auch den Parcours vor und demonstrieren dabei immer wieder, dass sogar Erwachsene mit den Hindernissen ihre Probleme haben. Der Parcours in Schorndorf ist dabei keine Ausnahme: In weit unter einer Minute absolvieren die meisten den nassen Hindernislauf. Wer am Ende gewinnt beziehungsweise rausfliegt, sei hier noch nicht verraten.

Krass Nass

Teilnehmer gesucht
Die Bewerbungsphase für die nächste „Krass Nass“-Staffel 2026 läuft bereits. Gesucht werden Kinder zwischen elf und 13 Jahren, sportlich, matschfest und ohne Scheu vor Wasser. Bewerbungen gehen mit Steckbrief und einem kurzem Handyvideo an tigerentenclub@swr.de. Die Dreharbeiten finden voraussichtlich wieder im Sommer im Raum Stuttgart statt.

Ausstrahlung
Die in Schorndorf aufgezeichnete Sendung war die dritte der diesjährigen „Krass Nass“-Staffel. Ausgestrahlt wird die Staffel ab dem 25. August 2025, täglich um 13.05 Uhr im Kinderkanal.