Der TV-Koch Christian Henze (rechts) hat gerne bei Lukas Giluk im Lucky am Markt gegessen. Foto: Just Friends Productions/Eibner-Pressefoto/Roger Bürke
Lukas Giluk aus Waldenbuch ist in der TV-Show „Mein Lokal, dein Lokal“ angetreten und auf dem letzten Platz gelandet. Aber: Fernsehkoch Christian Henze hat’s geschmeckt.
Lukas „Lucky“ Giluk ist ein Vollblut-Gastronom. Das hat seine Teilnahme an der TV-Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ gezeigt, die vergangene Woche ausgestrahlt wurde. Er liebt seinen Job, und er liebt sein Lokal „Lucky am Markt“, das er seit drei Jahren in der Waldenbucher Altstadt führt. Den Speiseraum nennt er seinen „Zauberbereich“, den Koch seinen „Goldjungen“, die Servicekraft seine „gute Seele“. Mit seinem Konzept, schwäbische und spanische Tapas zu servieren, will er seine Gäste glücklich machen.
Deshalb ist Lukas Giluk enttäuscht, dass sein Restaurant in der TV-Show nicht so gut abgeschnitten hat, wie er sich das erhofft hatte. „Ich werde meinen Kollegen zeigen, dass ich mit meinen Kleinigkeiten maximal begeistern kann“, hatte er zu Beginn der Sendung noch voller Elan gesagt. Am Ende reichte es allerdings nur für den letzten Platz. Seine Kollegen, vier Gastronomen aus Stuttgart, hatten das Ambiente des alten Fachwerkhauses gelobt, die Gerichte aber zurückhaltend bewertet.
Das „Lucky am Markt“ ist in einem alten Fachwerkhaus untergebracht. Foto: Eibner-Pressefoto/Roger Bürke
„Mein Lokal, dein Lokal“ – Fünf Restaurants im Wettstreit: TV-Koch Henze bewertet
Das Konzept der Sendung: Fünf Restaurants treten gegeneinander an. Die Betreiber besuchen sich gegenseitig und bewerten das Essen mit bis zu 10 Punkten. TV-Koch Christian Henze, der in den 90er Jahren im Allgäu ein Sternerestaurant hatte, führt durch das Programm, gibt seine Meinung und ebenfalls Punkte ab.
In der Stuttgart-Woche waren neben dem Lucky am Markt noch das vegane Restaurant Heaven’s Kitchen, das Rotenberger Weingärtle, das Sushi-Lokal Keisari sowie die Alte Kanzlei vom Schillerplatz dabei. Tanja Goldstein vom Heaven’s Kitchen ging am Ende mit 48 Punkten als Siegerin hervor, das Rotenberger Weingärtle erhielt 43, das Keisari wie auch die Alte Kanzlei 42 Punkte. Das Lucky am Markt wurde mit 36 Punkten bewertet.
Giluks Kollegen kritisierten unter anderem, dass die Tortilla zu salzig war, die Salatsoße nicht alle Blätter erreichte, dass die Käsespätzle mit Knoblauchöl verfeinert waren, dem Blumenkohl-Steak eine umschmeichelnde Marinade fehlte, der Kartoffelsalat zu mehlig oder die Butter auf dem Pancake zu üppig war.
Lucky am Markt: Zu wenig Punkte, findet der Fernsehkoch
Der Fernsehkoch Christian Henze nahm manchen Kritikpunkten den Wind aus den Segeln. „Die Käsespätzle haben geschmeckt, verdammt noch mal!“, sagte er. Ihm missfiel, dass Kollegen Fehler aufzählten. „Das ist mir zu wenig emotional.“ Ihm selbst hatte das Lucky am Markt richtig gut gefallen, die Kombination aus schwäbisch und spanisch fand er gut gelungen. Die Kollegen hätten das gesamte Konzept beurteilen müssen und nicht von einem High-End-Restaurant ausgehen sollen. „Ich finde, ihr habt zu wenig bepunktet“, sagte Henze, und an Lukas Giluk und seinen Koch gerichtet: „Ihr habt das echt gut gemacht, Lucky und Michael.“
Trotz seinem letzten Platz bereut Lukas Giluk seine Teilnahme an der Sendung nicht. Zum einen, weil er von Gästen viel Zuspruch und gute Rückmeldung erhalten habe. Und die lassen sich nicht abschrecken: „Am Wochenende waren wir rappelvoll.“ Er sei dankbar für die Erfahrung und habe gute Gespräche mit seinen Kollegen geführt. Über eine Whatsapp-Gruppe seien sie in Kontakt und würden manchen Spaß miteinander teilen. „Ich bin bei uns der Knoblauch-Fuzzi“, sagt Giluk und kann darüber lachen, dass sein Koch die mediterrane Zutat offenbar etwas zu viel verwendet hatte. Inzwischen gehe er etwas sparsamer damit um. Auch ein paar andere Kritikpunkte nahm er sich zu Herzen, gleichwohl betont er: „Wir sind erfolgreich mit unserem Style und werden nicht alles ändern.“