TV-Moderatorin zur Flüchtlingskrise Anja Reschke: Worauf man stolz sein kann

Die Journalistin Anja Reschke beim Deutschen Radiopreis 2015 Foto: dpa
Die Journalistin Anja Reschke beim Deutschen Radiopreis 2015 Foto: dpa

Vor einem Jahr hat die Journalistin Anja Reschke mit einem leidenschaftlichen Kommentar zur Lage in Deutschland in der Flüchtlingskrise Aufsehen erregt. Nun hat sie im Politmagazin „Panorama“ erklärt, warum die Menschen auf das Geschaffte stolz sein können.

Stuttgart - Im vergangenen Jahr kommentierte Anja Reschke in der Tagesschau die Situation in Deutschland während der Flüchtlingskrise und rief zum „Aufstand der Anständigen“ auf. Der Beitrag verbreitete sich schnell und wurde innerhalb eines Tages millionenfach geklickt.

Nun kommentierte die 43-jährige in der Sendung „Panorama“ ab die Lage der Nation. Im Vergleich zu ihrem Appell im Jahr zuvor ist sie der Meinung, dass sich viel verändert hat.

Die Stimmung in Deutschland sei jedoch immer noch nicht optimal. Menschen die zuvor an Bahnhöfen und Einrichtungen den Flüchtlingen halfen, würden heute als „linke Gutmenschen“ oder „Willkommensklatscher“ verhöhnt.

Außerdem höre man viel zu oft, dass „unsere Demokratie abgewirtschaftet habe“ und dass, „diejenigen die motzen und hetzen“, heute den Ton bestimmen würden, sagte Reschke.

Doch in all dem wolle sie auf etwas Wichtiges aufmerksam machen: Darauf, dass Deutschland die Grenzen nicht zugemacht habe, Freiwillige stets helfen und die Behörden es geschafft haben, die Flüchtlinge zu versorgen, sei sie stolz. „Wenn man schon stolz sein will auf Deutschland, dann vielleicht doch mal darauf“, sagte Reschke zum Abschluss.




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