TV Oeffingen, SV Fellbach Vielleicht das vorerst letzte Stadtderby
Die Verbandsliga-Handballer des TV Oeffingen und des SV Fellbach treffen sich am Samstag, 20 Uhr, in Oeffingen zum nächsten Stadtderby.
Die Verbandsliga-Handballer des TV Oeffingen und des SV Fellbach treffen sich am Samstag, 20 Uhr, in Oeffingen zum nächsten Stadtderby.
Wenn immer wieder davon die Rede ist, dass Stadtderbys besondere Spiele seien, könnte das Hinspiel als Zeuge gelten. Die Handballer des SV Fellbach hatten Mitte Dezember des vergangenen Jahres in der heimischen Zeppelinhalle gegen den Nachbarn TV Oeffingen 50 Sekunden vor Schluss mit 32:30 geführt, dann aber noch mit 32:33 verloren. Den Gästen um Fynn Fröschle gelangen tatsächlich noch – mit gütiger Hilfe des Gegners – drei Tore in der Schlussphase.
Das Hinspiel vor den rund 450 Zuschauern war in der Tat ein besonderes – ein hitziges und spannendes Nachbarschaftsduell in der Verbandsliga. Wenn die beiden Teams sich am Samstag, 20 Uhr, in der Oeffinger Sporthalle zum Rückspiel treffen, ist es zwar immer noch ein besonderes Spiel, allerdings nun mit anderen Vorzeichen. Sportlich geht es um nichts mehr. Die Mannschaft des TV Oeffingen um den Trainer Tobias Unfried sitzt auf dem zweiten Tabellenplatz fest und blickt bereits auf die Aufstiegsrunde. Die Gastgeber stehen zwar nur einen Platz dahinter, haben aber neun Punkte weniger auf dem Konto und deshalb keine Chance mehr, weiter nach oben zu kommen. Der Trainer Frank Schmid möchte aber auch nicht zurückfallen, deshalb ist er auch in Oeffingen auf einen Sieg aus.
In der Vorbereitung auf dieses Stadtderby haben beide Trainer das Hinspiel nicht zum Hauptthema gemacht. „Aber sollte es noch einmal so weit kommen, werden wir uns besser anstellen“, sagt Frank Schmid und lacht. Die Vorfreude ist groß bei den Fellbacher Handballern, die Begegnung mit dem Stadtnachbarn ist zweifelsfrei ein Höhepunkt in dieser Saison. Und eben die Möglichkeit, den Auftritt in der heimischen Sporthalle vergessen zu machen. Dabei muss der Coach verletzungsbedingt auf den Tormann Yannik Beck verzichten. Für ihn wird wohl Jens Wolf als Wechselspieler für Dominik Osap ins Aufgebot rutschen. Ansonsten sind alle Akteure mit dabei, also auch Magnus Dierl, Cedric Freudenreich und Felix Wente. Das Trio war schon mit dabei, als die Fellbacher Handballer letztmals gegen den Oeffinger Verbund gewonnen haben: Am 1. Oktober 2022 hatten sie sich mit 35:29 durchgesetzt. Es folgten bis heute zwei Unentschieden und zwei Siege für das Team des TV Oeffingen.
Tobias Unfried hat sich das Hinspiel in dieser Woche zwar auf Video angeschaut, da aber hauptsächlich auf die schwache Abwehrleistung seiner Mannschaft geachtet. Das soll am Samstag in der heimischen Sporthalle unbedingt besser werden. Dabei wird er wohl verletzungsbedingt erneut auf die beiden Rückraumspieler Robin Stöhr und Marcel Meyer verzichten müssen. Der Einsatz von Lucas Frey ist noch fraglich. Der Tormann Marco Schreiner ist nicht da, für ihn hat der Coach jüngst Fabrice Wersch aus dem Handball-Ruhestand geholt. „Wir freuen uns auf eine volle Halle; es ist jedes Mal etwas Besonderes, gegen die Fellbacher zu spielen. Deshalb möchte auch jeder, der laufen kann, dabei sein“, sagt Tobias Unfried. Trotz allem hofft er, dass dies vorerst das letzte Stadtderby sein wird. Dann hätten die Oeffinger Handballer den Aufstieg in die Oberliga über Umwege doch geschafft.