TV-Sommerpause endet Was das Fernsehen 2020 noch zu bieten hat

Von red/dpa 

Das TV-Jahr 2020 ist wegen der Corona-Krise anders als die bisherigen – doch das Programm geht munter weiter. Bis zum Jahresende bietet das lineare Fernsehen den Zuschauern einige Höhepunkte.

Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter in einer Szene der dritten Staffel der Serie „Babylon Berlin“, die das Erste von 11. Oktober an ausstrahlt. Foto: dpa/Frederic Batier
Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter in einer Szene der dritten Staffel der Serie „Babylon Berlin“, die das Erste von 11. Oktober an ausstrahlt. Foto: dpa/Frederic Batier

Berlin - Das Fernsehen kommt allmählich aus den Ferien: Am 5. August kehrt die ARD-Mittwochstalkshow „Maischberger – Die Woche“ nach zwei Monaten Sommerpause wieder zurück. Markus Lanz kommt mit seinem ZDF-Talkformat ab 11. August wieder, der Polit-Talk „Maybrit Illner“ am 20. August und Frank Plasberg mit „hart aber fair“ am 24. August. Spätrückkehrer sind der ARD-Sonntagstalk „Anne Will“ am 6. September und die „heute-show“ mit Oliver Welke ab 11. September. Noch 15 Ausgaben der ZDF-Nachrichtensatire werden bis Jahresende zu sehen sein.

Dabei ist der Sommer noch längst nicht vorbei: Die Saison des ZDF-„Fernsehgartens“ auf dem Mainzer Lerchenberg läuft noch bis 27. September, „Immer wieder sonntags“ im Ersten noch bis 30. August.

Am 6. September geht es mit neuen „Tatorten“ weiter, der erste Fall ist ein Fitnessstudiokrimi aus Österreich. Im Herbst feiert die beliebteste deutsche Fernsehreihe dann ihren 50. Geburtstag mit einem Doppelkrimi, in dem die Teams aus Dortmund und München gemeinsam ermitteln. Der erste „Tatort“ wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt.

Iris Berbens 70. wird gefeiert

Eine andere Krimiserie endet dagegen nach 14 Jahren: „Der Kriminalist“, der Berliner LKA-Ermittler Bruno Schumann (Christian Berkel) ermittelt im ZDF vom 28. August an in seinen sechs letzten Folgen.

Die ARD feiert am 12. August den 70. Geburtstag des Publikumslieblings Iris Berben, die an ihrem Geburtstagsabend im Ersten mit dem Film „Mein Altweibersommer“ zu sehen ist. Sie verkörpert eine Frau auf der Suche nach sich selbst. Am 15., 16. und 23. September kommt im Ersten dann die sechsteilige Serie „Oktoberfest 1900“ mit Mišel Matičević, Martina Gedeck, Francis Fulton-Smith und Brigitte Hobmeier. Darin geht es um den Kampf zweier Brauerei-Clans.

Am 11. Oktober sendet das Erste drei der zwölf weiteren Folgen der Serie „Babylon Berlin“ (die bei Sky schon im Januar/Februar liefen). Drei weitere Folgen laufen am 14. Oktober. Jeweils zwei Folgen sind am 15., 21. und 22. Oktober im Programm.

Neue Gesichter beim „Supertalent“

Bei den Shows kehrt Günther Jauch mit neuen Ausgaben des RTL-Quizklassikers „Wer wird Millionär?“ Anfang September zurück. Zudem will RTL im Herbst die Trauung des Schlagerstars Michael Wendler und seiner Laura live übertragen – wenn es Corona zulässt.

Ansonsten ist zum Beispiel die 14. Staffel der RTL-Show „Das Supertalent“ angekündigt. Reality-TV-Sternchen Evelyn Burdecki und Komiker Chris Tall sitzen als neue Juroren neben Dieter Bohlen und Bruce Darnell. In der vergangenen Staffel urteilte noch Sarah Lombardi mit. Der Stamm-Moderator Daniel Hartwich bekommt Victoria Swarovski zur Seite gestellt. Die beiden führen bereits gemeinsam durch die RTL-Tanzshow „Let’s Dance“.

Bei ProSieben geht das Kostümspektakel „The Masked Singer“ im Herbst in seine dritte Staffel – durchaus außergewöhnlich: Es ist schon die zweite Staffel im Jahr 2020. Wieder im Programm sind auch Joko und Klaas, etwa mit der Show „Das Duell um die Welt“.

Gesangswettbewerb ohne Ton

Zum zehnten Mal kommt das populäre Castingformat „The Voice of Germany“ bei ProSieben und Sat.1, wo diesmal als Coaches Mark Forster und der Neuzugang Nico Santos agieren, dazu in Zweier-Teams Rea Garvey und Samu Haber sowie Yvonne Catterfeld und Stefanie Kloß.

Neu bei ProSieben ist im Herbst das Format „FameMaker“ mit Moderator Tom Neuwirth, der als Conchita Wurst bekannt geworden ist: Die Comedians Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Teddy Teclebrhan müssen sich dabei allein anhand der Performance entscheiden, welches Talent sie coachen wollen – die Kandidaten singen nämlich unter einer schalldichten Kuppel. Der Produzent und Ideengeber ist der Altmeister Stefan Raab, der auch bei der Mediengruppe RTL eine neue Late-Night-Show auf dem Streamingdienst TV Now unterbringen will.

Vom Rennfahrer zum Unternehmer

So ähnlich wie bei „FameMaker“ ist auch das Konzept des Formats „I can see your voice“, das RTL sich gesichert hat. Die Musikshow kommt aus Südkorea und läuft dort seit 2015 mit großem Erfolg, mittlerweile in der 7. Staffel. Auch hier geht es darum, Talente einzuschätzen, ohne sie zu hören.

Beim Sender Vox ist der Designer Guido Maria Kretschmer neben dem bestehenden Format „Shopping Queen“ in einer neuen Show zu sehen: „Guidos Deko Queen“. Zwei Kandidaten treten gegeneinander an und müssen innerhalb eines gesteckten Zeitrahmens ein Motto umsetzen.

Bei der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ ist seit Ende August der Formel-1-Weltmeister von 2016 und Unternehmer Nico Rosberg neu in der Investorenrunde neben Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Georg Kofler und Nils Glagau.

Im Herbst soll auch Jan Böhmermann mit einem neuen Konzept im ZDF-Hauptprogramm zurückkehren. Im Dezember 2019 war nach sechs Jahren sein letztes „Neo Magazin Royale“ gelaufen.




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