TV-Spot zur Frauenfußball-WM „Wir brauchen keine Eier – wir haben Pferdeschwänze!“

Von the/dpa 

„Wir spielen für eine Nation, die unsere Namen nicht kennt.“ „Wie Amateurfußball - nur in Zeitlupe.“ Mit einem rotzig-coolen Werbespot räumen die DFB-Fußballerinnen kurz vor der WM mit Vorurteilen gründlich auf.

Die Spielerinnen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (Mitte) gehen als Mitfavoritinnen in die Frauenfußball-WM. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die Spielerinnen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (Mitte) gehen als Mitfavoritinnen in die Frauenfußball-WM. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Frankfurt/Main - „Dass wir drei Mal Europameisterinnen waren, weißt du schon, oder? Nee? Stimmt, es waren ja auch acht Mal.“ Ironisch und rotzfrech ist der TV-Spot der deutschen Fußballerinnen, mit dem sie gerade für die bevorstehende Fußball-WM der Frauen in Frankreich werben.

Der Clip ist cool, schlagfertig – und räumt mit Vorurteilen sauber auf: Warum Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg darin zum Beispiel an einer altmodischen Tasse nippt? Für den ersten EM-Titel der deutschen Fußballerinnen 1989 gab es vom DFB eine hammermäßige Prämie - ein Kaffeeservice.

Der Spot des Sponsors Commerzbank nimmt kein Blatt vor den Mund: „Seit es uns gibt, treten wir nicht nur gegen Gegner an, sondern gegen Vorurteile: Frauen sind zum Kinderkriegen da! Gehören in die Waschküche! Wie Amateurfußball - nur in Zeitlupe. Aber weißt du was: Wir brauchen keine Eier - wir haben Pferdeschwänze.“

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Die Bundestrainerin findet den Clip super: „Ich bin total begeistert von dem Spot - mit Selbstbewusstsein, Ironie, Augenzwinkern und einer klaren Botschaft.“

Da ist sie nicht die Einzige:

Übrigens: Wenn man sich schon die Namen der Spielerinnen nicht merken kann, dann zumindest das: Die Frauenfußball-WM findet vom 7. Juni bis 7. Juli in Frankreich statt. Zum Auftakt trifft das deutsche Team am 8. Juni in Rennes auf China. Weitere Gruppengegner sind Spanien und Südafrika. Unter den Favoritinnen: Deutschland. Nur mal so zur Info...