2:18 Punkte als Hypothek
Doch Priorität genießt in den nächsten Monaten die Arbeit mit der Mannschaft. Über allem steht ein Ziel: der Klassenverbleib. Das zu erreichen wird, bei aktuell 2:18 Zählern und dem vorletzten Tabellenplatz, schwer genug. Bis auf den punktgleichen HC Erlangen sind die davor platzierten Teams bereits vier Punkte weg.
Es gilt also die Kräfte zu bündeln. Auch was den sportlichen Bereich betrifft, kann sich Jürgen Schweikardt auf bewährte Kräfte verlassen: Das Athletiktraining leitet Steffen Hepperle, die Torhüter betreut weiterhin Daniel Sdunek – und Jens Bürkle unterstützt Schweikardt in der Trainingsarbeit in vielfältiger Weise. So übernimmt der ehemalige Bundesligacoach auch größtenteils das Videostudium. Keine Rolle mehr spielt im Trainerteam der bisherige Assistenzcoach Felix Lobedank. Auch der beurlaubte Ex-Chefcoach Michael Schweikardt übernimmt keine andere Aufgabe im Verein.
Klare Rollenverteilung
Wo Jürgen Schweikardt vor seinem Comeback auf der Trainerbank am kommenden Sonntag (16.30 Uhr/Max-Schmeling-Halle) bei den Füchsen Berlin die Schwerpunkte setzen will? Er nennt die Themen Defensivarbeit, Tempospiel und – was bei einer verunsicherten Mannschaft immer wichtig ist – eine eindeutige Rollenverteilung. „Jeder soll genau wissen, welche Aufgabe er in Abwehr und Angriff hat“, betont der 44-Jährige.
So ist klar, dass Neuzugang Torben Matzken (Kadetten Schaffhausen) die neue Nummer eins auf der Spielmacher-Position sein wird, unterstützt vom jungen Spanier Bruno Reguart. „Da sich Ante Ivankovic im linken Rückraum deutlich wohler fühlt“ (Schweikardt), wird der bisher so blasse Kroate dort neben dem Schweizer Lenny Rubin zum Einsatz kommen – und nicht mehr auf der Mitte. Zumal Rückraumspieler Nico Schöttle (muskuläre Schulterprobleme) bis auf Weiteres nicht zur Verfügung steht. Auch Kapitän und Linksaußen Patrick Zieker, der immer wieder auf der Spielmacher-Position aushalf, wird wegen eines ausgekugelten Daumens aller Voraussicht nach in Berlin fehlen.
Neue müssen zünden
Neben Matzken setzt der TVB auf den zweiten Neuzugang große Hoffnungen, auf den vom THW Kiel gekommenen erfahrenen Keeper Samir Bellahcene. „Es lässt sich gut an mit den beiden, aber sie werden uns nicht allein retten können. Wenn die anderen Spieler aber ihr Leistungspotenzial abrufen, sind wir stark genug, um die nötigen Punkte zu holen“, ist sich Schweikardt sicher.
Bei der Mission Nichtabstieg zählt jeder (Überraschungs-)Punkt. Auch die Partie bei den Füchsen dient deshalb nicht zum Warmlaufen für die dann folgenden Heimspiele in der Porsche-Arena gegen den HSV Hamburg (28. November, 19 Uhr) und Frisch Auf Göppingen (5. Dezember, 19 Uhr). Schweikardt: „Wenn Berlin eine Tür aufmacht, müssen wir parat sein. Die Liga ist zu stark, als dass man sagen kann, wir lassen ein Spiel weg und werden es gegen den HSV schon richten.“
Ergebnisse und Termine
Pflichtspiele
SC DHfK Leipzig – TVB Stuttgart 33:24, TVB – SG Flensburg-Handewitt 25:39, HC Erlangen – TVB 25:26, TVB – VfL Gummersbach 28:35, TVB – HSG Wetzlar 23:26, HSC 2000 Coburg – TVB (25:22/DHB-Pokal, zweite Runde), THW Kiel – TVB 29:24, TVB – MT Melsungen 27:36, TBV Lemgo Lippe – TVB 28:24, TVB – SC Magdeburg 25:36, TSV Hannover-Burgdorf – TVB 33:20, Füchse Berlin – TVB (24. November, 16.30 Uhr), TVB – HSV Hamburg (28. November, 19 Uhr), TVB – Frisch Auf Göppingen (5. Dezember, 19 Uhr), SG BBM Bietigheim – TVB (9. Dezember, 19.30 Uhr), ThSV Eisenach – TVB ( 14. Dezember, 20 Uhr), TVB – Rhein-Neckar Löwen (23. Dezember, 19.30 Uhr), TVB – 1. VfL Potsdam (27. Dezember, 19 Uhr). (jüf)