TVB Stuttgart unterliegt HSG Wetzlar Nächster Rückschlag für den TVB
Handball-Bundesligist TVB Stuttgart verliert früh Schlüsselspieler Kai Häfner mit einer Roten Karte und am Ende mit 23:26 gegen die HSG Wetzlar. Es drohen schwere Zeiten.
Handball-Bundesligist TVB Stuttgart verliert früh Schlüsselspieler Kai Häfner mit einer Roten Karte und am Ende mit 23:26 gegen die HSG Wetzlar. Es drohen schwere Zeiten.
Michael Schweikardt war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, als er direkt nach dem Spiel bei „Dyn“ Rede und Antwort stand: „Jeder Niederlage schmerzt, aber diese noch mehr, als die anderen“, sagte der Trainer des TVB Stuttgart nach dem 23:26 (12:13) gegen die HSG Wetzlar.
Nach dem 28:35 am Mittwoch gegen den VfL Gummersbach stand der Handball-Bundesligist in der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen. Dies gelang in der Anfangsphase vor allem mit einer sehr guten Abwehrleistung – 7:3 (15.). Auch beim 8:7 lagen die Stuttgarter noch vorne – dann folgte die vielleicht spielentscheidende Szene: Ein Foul von Kai Häfner ahndeten die Schiedsrichter nach Betrachtung der Videobilder mit einer Roten Karte (19.).
Der 19-jährige griechische Neuzugang Achilleas Toskas kam für den Routinier im rechten Rückraum, mühte sich, warf drei Tore, konnte den 35-Jährigen aber nicht annähernd ersetzen. „Es tat natürlich extrem weh, dass wir unseren wichtigsten Spieler so früh verlieren“, sagte Schweikardt hinterher. Trotzdem kämpfte sich der TVB vor den 4142 Zuschauern in der Porsche Arena zum 16:16 (44.).
Dann ließ Linksaußen Daniel Fernandez einen Tempogegenstoß liegen, Rückraumspieler Nico Schöttle unterliefen zwei gravierende Fehler und das bis zum Sonntag noch sieglose HSG-Team von Trainer Frank Carstens zog auf 21:17 (51.) weg. Diesen Rückstand konnte der TVB nicht mehr wettmachen.
„Wir wollten dieses Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe unbedingt ziehen, deshalb sind wir sehr enttäuscht“, sagte Schweikard und ordnete die 2:8 Punkte ein: „Wir sehen der Gefahr ins Auge, stellen aber nicht alles in Frage. Wir müssen weiter hart arbeiten, aber die Ruhe bewahren.“ Er verwies auf die personellen Probleme mit den Langzeitausfällen von Max Häfner und Jonas Truchanovicius (beide Kreuzbandriss), die sich gegen Wetzlar nach dem Feldverweis für Kai Häfner verschärften. Bester TVB-Werfer war der Schweizer Lenny Rubin, der gegen seinen Ex-Club für seine sieben Tore jedoch 16 Versuche benötigte.
Bereits am Mittwoch (19 Uhr) steht das DHB-Pokal-Spiel bei Zweitligist HSC 2000 Coburg an. Es geht um den Einzug ins Achtelfinale. Danach heißen in der Liga die Gegner Kiel, Melsungen, Lemgo, Magdeburg, Hannover und Berlin. Es drohen schwere Zeiten im Tabellenkeller.
TVB Rubin (7), Fernandez (4/1 Siebenmeter), Pribetic (3), Toskas (3), Laube (3), Bacani (1), Serrano (1), Kai Häfner (1).
HSG Mappes (6), Novak (5/1), Becher (4/2), Cavor (4), Ejlersen (2), Klimpke (1), Krakovszki (1), Vranjes (1), Müller (1), Zelenovic (1).
Pflichtspiele
SC DHfK Leipzig – TVB Stuttgart 33:24, TVB – SG Flensburg-Handewitt 25:39, HC Erlangen – TVB 25:26, TVB – VfL Gummersbach 28:35, TVB – HSG Wetzlar 23:26, HSC 2000 Coburg – TVB (2. Oktober, 19 Uhr/DHB-Pokal, zweite Runde), THW Kiel – TVB (5. Oktober, 19 Uhr), TVB – MT Melsungen (10. Oktober, 19 Uhr), TBV Lemgo Lippe – TVB (20. Oktober, 16.30 Uhr), TVB – SC Magdeburg (27. Oktober, 15 Uhr), TSV Hannover-Burgdorf – TVB (31. Oktober, 19 Uhr), Füchse Berlin – TVB (24. November, 16.30 Uhr), TVB – HSV Hamburg (28. November, 19 Uhr), TVB – Frisch Auf Göppingen (5. Dezember, 19 Uhr), SG BBM Bietigheim – TVB (9. Dezember, 19.30 Uhr), TVB – 1. VfL Potsdam (27. Dezember, 19 Uhr). (jüf)