Über Leibnizstraße und Schienen Böblinger Goldbergbrücken sollen bis Sommer saniert werden

Noch ist unklar, ob die Glasüberdachung bis zum Sommer sauber ist. Foto: / Anke Kumbier

Die beiden Brückenteile über die Gleise und über die Leibnizstraße weisen Mängel auf, die zeitnah behoben werden sollten. Nun haben sich Hürden ergeben. Die Stadt zeigt sich optimistisch, dass die Arbeiten trotzdem planmäßig verlaufen.

Böblingen: Anke Kumbier (ank)

Drei Brückenteile führen am Goldberg über Autobahn, Leibnizstraße und Schienen. Der Abschnitt über die A 81 wurde im Dezember abgerissen. Seither führt nur noch eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke über die Autobahn. Bis voraussichtlich Juli 2025 soll eine Behelfsbrücke für den öffentlichen Nahverkehr gebaut werden. Das Provisorium soll solange in Betrieb sein, bis der Deckel über die Autobahn zwischen Sindelfingen und Böblingen fertig ist.

 

Die Zeitspanne bis zum Sommer, so lange dort keine Busse fahren, will die Stadt Böblingen nutzen und die verbleibenden beiden Abschnitte des „Elefantenbrückles“ sanieren. Denn eine Untersuchung hatte ergeben, dass die Brücken marode sind und Mängel aufweisen. Bei der Brücke über die Bahngleise legt die Note von 3,4 nah, dass die Standsicherheit beeinträchtig ist und der Schaden kurzfristig beseitigt werden muss. Mit der Note 2,5 steht die Brücke über die Leibnizstraße etwas besser da, doch auch hier müssen die Schäden mittelfristig behoben werden. Die Verkehrssicherheit beider Brücken ist laut Stadtverwaltung aber noch gegeben, jedoch geringfügig beeinträchtigt. Der Gemeinderat hatte im Dezember für die Sanierung beider Brücken gestimmt.

Kosten höher als geplant

Aktuell laufen laut Stadtsprecher Fabian Strauch die Vergaben für die Arbeiten am Belag und für die Sanierung der Brückenlager. Allerdings hakt es an zwei Stellen. Die Angebote für die Belagssanierung liegen demnach höher als vom Planungsbüro angesetzt. Strauch spricht von einem „hohen, jedoch wirtschaftlich angemessenen Niveau“. Ende März muss deshalb der Gemeinderat erneut über die Kosten entscheiden. Ursprünglich hatte er einen Kostenrahmen von 483 000 Euro freigegeben.

Eine Schwierigkeit hat sich zudem bei den geplanten Arbeiten an der Glasüberdachung der Brücke über die Gleise ergeben. Die Glasüberdachung soll nicht erneuert, aber von Graffiti befreit werden. Nun sind aber offenbar aufgrund der besonderen Lage der Brücke, die nicht nur über Gleise, sondern auch über Stromleitungen führt, auch die Absprachen besonders komplex.

„Die Abstimmung mit dem Eigentümer der Gleisanlagen und der trassenbegleitenden Hochspannungsleitung liegen in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen der Bahn“, teilt Strauch mit. Um die Arbeiten auszuführen, sind demnach „aufwendige und formalisierte Genehmigungsverfahren“ notwendig. Auch die Abstimmung mit den Ansprechpartnern, die für den Betrieb der Hochspannungsleitungen zuständig sind, sei noch nicht abgeschlossen.

Die Stadtverwaltung zeigt sich aber optimistisch, zumindest die drängenden Mängel wie geplant bis Sommer zu beheben. Ob bis dahin auch die Reinigung des Glasdachs klappt, ist allerdings noch unklar.

Für Fußgänger- und Radfahrer soll es während der Sanierungen weiterhin eine Möglichkeit geben, an dieser Stelle Schienen und Straße zu überqueren.

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