Übergewicht bei Haustieren Dicke Haustiere – so gelingt das Abspecken

Mit rund 17 Kilo hat diese Katze deutliches Übergewicht. Sie braucht mehr Bewegung und deutlich  weniger Futter. Foto: /Stephanie Pilick/dpa 11 Bilder
Mit rund 17 Kilo hat diese Katze deutliches Übergewicht. Sie braucht mehr Bewegung und deutlich weniger Futter. Foto: /Stephanie Pilick/dpa

Adipositas nennt man in der Medizin die übermäßige Ansammlung von Körperfett. Ein Tier ist adipös, wenn es ein Übergewicht von mehr als 20 Prozent seines Idealgewichts hat. Fast die Hälfte aller Hunde und Katzen in Deutschland sind demnach zu fett.

Leben: Markus Brauer (mb)
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München - Chronisches Übergewicht betrifft nicht nur Menschen, sondern auch immer mehr Haustiere. Ob Hund, Katze oder Kaninchen – fast die Hälfte von ihnen hat Übergewicht, schätzt der Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Die Tendenz sei steigend. Rund 40 Prozent der Hunde und Katzen in Industrieländern Mitteleuropas werden nach Angaben des Instituts für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik an der Universität Leipzig als übergewichtig eingeschätzt.

An einer Kleintierklinik in München gibt es für solche Fälle eine Spezialsprechstunde. Adipöse Hunde und Katzen werden dort untersucht und behandelt. Die Tiermediziner nennen den Besitzern zudem Gründe für das Übergewicht sowie Gegenmaßnahmen, der Kalorienbedarf und -verbrauch des Tieres wird computergestützt berechnet, wie Petra Kölle, Oberärztin der Kleintierklinik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), sagt.

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An weniger Kalorien führt kein Weg vorbei

Um abzuspecken, bekommen Hunde wie sie zunächst nur noch einen Teil des eigentlichen Kalorienbedarfes. Auch Tricks wie Anti-Schlingnäpfe oder Futterbälle kommen zum Einsatz, bei denen die Tiere nicht sofort das komplette Futter verschlingen können.

„Im Schnitt schenke ich meinem Hund zwei bis zweieinhalb Jahre Lebenszeit und viel Lebensqualität, wenn ich ihn bei Idealgewicht halte“, zitiert Petra Kölle aus Studien. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose, orthopädische Probleme, Harnwegserkrankungen sowie Tumore sind bei übergewichtigen Tieren demnach deutlich häufiger, bei Katzen komme noch Diabetes hinzu.

Vor allem die Leckerli vergäßen viele Tierbesitzer gerne in der Kalorienbilanz. „Bei einer Katze ist ein kleines Stück Käse so, als ob wir einen Schoko-Donut essen“, erklärt Petra Kölle. „Normalerweise fressen die eine Maus, die zu 80 Prozent aus Wasser besteht.“

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In unserer Bildergalerie zeigen wir die Folgen von Übergewicht bei Haustieren.




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