Die russische Offensive auf Charkiw setzt die ohnehin schon strauchelnde Ukraine schwer unter Druck. Nun sieht sie sich gezwungen, einzelne Truppen von besonders gefährlichen Positionen abzuziehen.

Die ukrainische Armee hat angesichts der jüngsten russischen Offensive in der ostukrainischen Region Charkiw eigenen Angaben zufolge Soldaten von einzelnen Positionen vor Ort abziehen müssen. „Infolge von Kampf- und Offensivhandlungen des Gegners haben unsere Einheiten an bestimmten Abschnitten in den Gebieten Lukjanzi und Wowtschansk ein Manöver durchgeführt und sich in vorteilhaftere Positionen begeben, um das Leben unserer Soldaten zu retten und um Verluste zu vermeiden“, teilte der ukrainische Generalstab in der Nacht auf Mittwoch auf Facebook mit. In der Mitteilung hieß es aber auch: „Die Kämpfe dauern an.“

 

Russland, das seit mehr als zwei Jahren einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine führt, hatte in der vergangenen Woche in der Grenzregion mit einer neuen Offensive auf Charkiw begonnen. Infolgedessen besetzten russische Truppen auch mehrere ukrainische Dörfer. Für die Ukraine, die sich angesichts stockender westlicher Hilfen derzeit in einer besonders schweren Lage befindet, geht es nun darum, eine Ausweitung der Front zu verhindern.