Uli Hoeneß in Haft "Abwarten, was im Gefängnis auf mich zukommt"

Die Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech: Hier sitzt seit Montag Uli Hoeneß ein. Foto: dpa
Die Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech: Hier sitzt seit Montag Uli Hoeneß ein. Foto: dpa

"Jetzt ist der Tag gekommen" - auf dem Weg zum Haftantritt hat Uli Hoeneß der "Bild"-Zeitung noch ein Interview gegeben. Darin erklärte er, er habe seine Gefängnisstrafe gerne schon früher antreten wollen.

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"Jetzt ist der Tag gekommen" - auf dem Weg zum Haftantritt hat Uli Hoeneß der "Bild"-Zeitung noch ein Interview gegeben. Darin erklärte er, er habe seine Gefängnisstrafe gerne schon früher antreten wollen.

München - Uli Hoeneß ist nach eigenen Worte gefasst ins Gefängnis gegangen. „Nun ja, ich hatte ja auch lange genug Zeit, mich auf diesen Tag vorzubereiten. Und jetzt ist er halt gekommen“, sagte Hoeneß der „Bild“-Zeitung wenige Stunden vor seinem Haftantritt. „Ich kann nur abwarten, was im Gefängnis auf mich zukommt und dann damit umgehen.“

Der zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Steuersünder wollte schon am vergangenen Freitag seine Strafe antreten. Die Gefängnisleitung habe ihn aber gebeten, erst am Montag zu kommen. „Der Freitag war ja wegen Christi Himmelfahrt ein Brückentag, und darum war kein Arzt für die Aufnahmeuntersuchung dort“, erklärte er in dem Telefongespräch am Montagvormittag.

Hoeneß erläuterte in dem Interview, dass er vor dem Haftantritt von der zuständigen Staatsanwaltschaft „ganz normal“ behandelt worden sei, „alle Fristen wurden eingehalten“. Die Haftverbüßung in einem anderen Gefängnis als in Landsberg sei „nur mal ganz kurz ein Thema“ gewesen. „Aber wir hatten das schnell abgehakt, weil es keine Aussicht auf Erfolg hatte.“ Hoeneß sah wegen des Medienrummels um die Landsberger Haftanstalt seine Privatsphäre verletzt.

Das Münchner Landgericht hatte den 62-Jährigen am 13. März in sieben Fällen der Steuerhinterziehung schuldig gesprochen und zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der Fußball-Manager hatte dem Fiskus mit einem Geheimkonto in der Schweiz über 28 Millionen Euro Steuern vorenthalten. Seine Selbstanzeige vom Januar 2013 wertete das Gericht als unzureichend.




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