Ulrike Baumgärtner Sie will Boris Palmer in Tübingen ablösen

Ulrike Baumgaertner hat ihren Hut in den Ring geworfen. Foto: dpa/Bernd Weißbrod
Ulrike Baumgaertner hat ihren Hut in den Ring geworfen. Foto: dpa/Bernd Weißbrod

In Tübingen stehen im Herbst 2022 die Oberbürgermeisterwahlen an. Wer für die Grünen ins Rennen geht, ist noch offen. Ulrike Baumgärtner ist eine Kandidatin.

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Tübingen - Ihren möglichen künftigen Gegner kennt Ulrike Baumgärtner schon lange. Zwischen Studium und Promotion war die Grünen-Politikerin persönliche Mitarbeiterin von Boris Palmer in seiner Zeit als Landtagsabgeordneter. Dann stand sie sechs Jahre der Grünen-Fraktion im Tübinger Gemeinderat vor, als Palmer dort längst Oberbürgermeister war. Nun macht ihm die 42-Jährige Konkurrenz: Sie will ihn als Chefin im Tübinger Rathaus ablösen.

Denn der Grünen-Kandidat für die OB-Wahl soll in einer Urwahl bestimmt werden - erstmals. Für Palmer bedeutet das, dass er, wenn er im Oktober 2022 noch einmal kandidieren möchte, nicht automatisch die Rückendeckung des Stadtverbands hat, sondern sich der Wahl der Mitglieder stellen muss.

In Tübingen Politikwissenschaften studiert

Baumgärtner ist Ortsvorsteherin im Tübinger Stadtteil Weilheim, sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Geboren in Wangen im Allgäu zog es sie nach dem Abitur in die Welt. „Und die Welt hieß damals Tübingen“, sagt Baumgärtner heute.

In Tübingen studierte sie zwischen 1998 und 2006 Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen, Friedens- und Konfliktforschung sowie Soziologie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. Sie reiste viel, machte viele Praktika. In Irland zum Beispiel, wo sie für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International arbeitete. Ihre Promotion hat den Schwerpunkt Geschlechter und Friedenssicherung in der Verwaltung der Vereinten Nationen.

Ulrike Baumgaertner will Brücken bauen

Ihre Aufgabe als Ortsvorsteherin sei es, „den Laden zusammenzuhalten und Brücken zu bauen“. Diesen Führungsstil wolle sie - falls sie bei der Urwahl zur Oberbürgermeisterwahl von den Grünen als Kandidatin aufgestellt und gewählt wird - beibehalten. Ganz wichtig sei ihr auch, keine Einzelaktionen zu fahren, nicht zu polarisieren, sich nicht zu inszenieren. „Das ist mein Markenkern und mein Angebot“, sagte Baumgärtner am Samstag, nachdem sie ihre Bewerbung veröffentlicht hatte.

Ihr persönliches Lebensmotto? „So einzuschlafen, dass ich, wenn ich am nächsten Tag nicht mehr aufwachen sollte, nichts versäumt habe“, sagt Baumgärtner.

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