SSB-Streik in Stuttgart Bosch-Krankenhaus will erneutes Parkchaos verhindern

Szenen wie diese von blockierten Rettungswagen sollen sich nicht wiederholen. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Für diesen Donnerstag und Freitag hat Verdi erneut zum Streik bei den Stuttgarter Straßenbahnen aufgerufen. Das Robert-Bosch-Krankenhaus reagiert darauf, um ein erneutes Parkchaos, als selbst Rettungswagen blockiert wurden, zu verhindern.

Reporter: Alexander Müller (ale)

Am Donnerstag und Freitag müssen sich Pendler in der Landeshauptstadt wieder auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) im Tarifkonflikt gleich für zwei Tage zum Streik aufgerufen. Fast alle Busse und sämtliche Stadtbahnen in Stuttgart bleiben in den Depots. Teils dramatische Folgen hatte dies am vergangenen Streiktag, als am Robert-Bosch-Krankenhaus auf dem Cannstatter Burgholzhof ein Parkchaos herrschte. Zeitweise ging auf den Zubringerstraßen und an der Einfahrt nichts mehr. Sogar die Zufahrt zur Notaufnahme war für Rettungswagen blockiert. Das will die Klinikleitung nun verhindern.

 

Patientenwohl steht im Mittelpunkt

„Für uns steht das Patientenwohl im Mittelpunkt“, sagt Professor Mark Dominik Alscher, der Medizinische Geschäftsführer des Robert Bosch Krankenhauses, „nach unseren schlechten Erfahrungen während der vergangenen Streiktage und der fehlenden öffentlichen Unterstützung, haben wir bewusst eigene Maßnahmen ergriffen und einen kostenfreien Shuttleservice eingerichtet“.

Kostenloser Bus-Shuttle vom Weißenhof und Feuerbacher Bahnhof

Konkret hat das Krankenhaus nun zusätzliche Parkplätze generiert. Zum einen sollen Mitarbeiter und Patienten ihre Fahrzeuge auf dem großen Parkplatz an der Parlerstraße gegenüber dem TC Weißenhof auf dem Killesberg nutzen. Für den Weg zum Robert-Bosch-Krankenhaus steht diesen dann in der Zeit von 6 bis 17 Uhr ein kostenloser Shuttle-Bus zur Verfügung. Dieser soll alle 30 Minuten verkehren. Alle 15 Minuten wird zudem ein Shuttle-Service vom Feuerbacher Bahnhof zum Krankenhaus auf dem Cannstatter Burgholzhof eingerichtet. Zudem verweist die Klinik auf weitere öffentliche Parkplätze.

Demonstration auf dem Stuttgarter Marktplatz am Freitag

Vom Streik betroffen sind neben der Landeshauptstadt nach Angaben von Verdi am Donnerstag und Freitag in Baden-Württemberg auch die kommunalen Verkehrsbetriebe in Esslingen, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz und Heilbronn. Der deutschlandweite Hauptstreiktag bleibt Freitag, 1. März. Am sogenannten Klimastreiktag, an dem zusammen mit Fridays for Future, die die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Nahverkehr unterstützen, finden landesweit auch mehrere Kundgebungen statt. In Stuttgart versammeln sich die Streikenden am Freitag um 10.30 Uhr zunächst zur Demonstration vor dem Gewerkschaftshaus an der Willy-Bleicher-Straße. Um 11 Uhr beginnt eine gemeinsame Kundgebung mit Fridays for Future auf dem Marktplatz mit Hanna Binder, der stellvertretenden Verdi-Landesbezirksleiterin.

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