Beim 5:2 gegen den FC Valencia bekamen Spieler und Fans ein Gespür für die künftige Atmosphäre auf der Baustelle Mercedes-Benz-Arena.

Der Blick der Spieler fällt direkt auf einen großen, grünen Bagger. Das Arbeitsgerät ziert die Aussicht, welche sich dem kickenden Personal hinter der eigenen Trainer- und Auswechselbank bietet. Dahinter ein Gerippe aus Stahl und Beton. Wo einst der Unterrang der Haupttribüne emporragte, herrscht nun Baustellenatmosphäre.

Beim 5:2-Sieg im Testspiel gegen den FC Valencia konnte sich Spieler und Verantwortliche des VfB Stuttgart ein Bild davon machen, was sie in den kommenden Monaten in der Mercedes-Benz-Arena erwartet. Die Heimspielstätte wird zur Heim-EM 2024 bekanntlich ertüchtigt (Kostenpunkt: knapp 100 Millionen Euro), der VfB wird so lange auf einen Teil seiner Fans verzichten müssen. 48 000 statt 60 000 wird das Kontingent künftig betragen.

Am Samstagnachmittag verloren sich lediglich 12 000 Fans in der Arena. Was es schwierig macht, daraus etwas auf die künftige Stimmung bei Heimspielen abzuleiten. „Ich bin mir sicher, dass wir auch mit 48 000 künftig Lärm haben werden“, sagte VfB-Sportchef Sven Mislintat, und ergänzte: „Sofern wir unseren Teil dazu beitragen.“

Seinen Heimauftakt bestreitet der Fußball-Bundesligist am 7. August (15.30 Uhr) gegen RB Leipzig. Zumindest optisch wird die Haupttribünen-Baustelle dann einen anderen Eindruck hinterlassen: Sie soll abgedeckt werden.

Der Umkleidebereich befindet sich nun in den Räumlichkeiten der Scharrena im Bauch der Untertürkheimer Kurve. Sie sind sogar größer als die alten, bereits abgerissenen. Die Mannschaft habe sich sofort wohlgefühlt, berichtete Trainer Pellegrino Matarazzo nach dem Test gegen Valencia. Auch habe sich beim Weg zum Spielfeld niemand verlaufen. Der Einlauf erfolgt nun aus der Ecke zwischen Haupttribüne und Untertürkheimer Kurve.