Umbau in Sillenbuch Kirchheimer Straße soll sicherer für Radfahrer werden

Eine Ampel soll hier helfen. Foto: Archiv Sägesser
Eine Ampel soll hier helfen. Foto: Archiv Sägesser

Der städtische Fahrradbeauftragte Claus Köhnlein hat bei seinem Besuch im Bezirksbeirat Sillenbuch berichtet, wie die Kirchheimer Straße umgebaut werden soll: Für mehrere Kreuzungsbereiche plant er Ampeln und getrennte Überwege für Fußgänger und Radfahrer.

Filderzeitung: Rebecca Anna Fritzsche (fri)
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Sillenbuch - Lang erwartet war der Besuch des städtischen Fahrradbeauftragten Claus Köhnlein im Bezirksbeirat Sillenbuch gewesen. Als er in der jüngsten Sitzung da war, brachte er frohe Kunde mit: Zusammen mit dem Tiefbauamt und dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung hat Köhnlein vor, die Hauptradroute 10 – die entlang der Kirchheimer Straße durch Sillenbuch führt – für Radfahrer sicherer zu machen.

Die Planung beginnt an der Ruhbank: „Hier wollen wir den Überweg verbreitern, so dass die Kreuzung einfacher zu queren wird“, erklärte Christoph Schmid vom Tiefbauamt.

Neue Ampeln und Überwege

Außerdem sind Verbesserungen an fünf Stellen der Kirchheimer Straße vorgesehen: An der Ecke Trossinger Straße soll eine Ampel für Fußgänger und Radfahrer eingerichtet werden. An der Kirchheimer/Corneliusstraße sowie an der Kirchheimer-/Eduard-Steinle-Straße sollen getrennte Furten für Radfahrer und Fußgänger entstehen, genauso an den Kreuzungen zur Spaichinger Straße sowie zur Schemppstraße. An letzterer Stelle soll der bestehende Überweg aufgeteilt werden, in einen Teil für Radfahrer und einen für Fußgänger. „Zu 80 Prozent gibt es an der Kirchheimer Straße bereits getrennte Gehwegbereiche für Fußgänger und Radfahrer, nun soll das auch bei den Querungsstellen so sein“, erklärte Claus Köhnlein,

An der Ecke Kirchheimer/Tuttlinger Straße, wo es derzeit gar keine Querungshilfe gibt, ist beides vorgesehen: eine Ampel sowie getrennte Überwege für Radfahrer und Fußgänger. Philipp Kordowich (CDU) regte hier eine Verkehrsflussanalyse an, bevor eine Ampel installiert wird, um zu sehen, ob und wie der Verkehr beeinflusst würde. Christoph Schmid erklärte, dass eine Leistungsfähigkeitsberechnung für die Tuttlinger Straße in Ordnung gewesen sei. Generell, so Kordowich, sei die Kirchheimer Straße in Sillenbuch ein schwieriger Fall: Auf beiden Straßenseiten gebe es Unterbrechungen der Wege für Radfahrer und Fußgänger, die nicht wegzubekommen seien: „Eine schnelle Durchfahrt auf dem Rad ist nicht möglich, es gibt immer Konflikte mit Autos und Fußgängern.“ Auch Dieter Grötzinger (Grüne) wünschte sich einen „sinnvollen Flow“ entlang der Kirchheimer Straße: „An vielen Stellen passt es nicht, als Radfahrer wurschtelt man sich so durch.“ Irene Kamm (SÖS/Linke-plus) wollte wissen, wie die Ampeln geschaltet werden. Auch Knut Krüger (FDP) meinte, eine genaue Abstimmung der Ampeln müsse gut überlegt werden.

Im November will der Bezirksbeirat abstimmen

Aufgrund der vielen Details bei den geplanten Überwegen inklusive Beschilderung sahen sich die Fraktionen im Bezirksbeirat noch nicht in der Lage, über die Planung abzustimmen. Philipp Kordowich für die CDU und Ulrich Storz für die SPD erklärten, man habe Beratungsbedarf und müsse sich in Köhnleins Planung erst einarbeiten. In der übernächsten Sitzung am 16. November könne man abstimmen; bis dahin sei auch noch genügend Zeit für Rückfragen an Claus Köhnlein oder Christoph Schmid. Auf Nachfrage erwähnte Köhnlein, dass mit den Arbeiten an den Querungshilfen noch in diesem Jahr begonnen werden müsse, damit Förderanträge, über die das Tiefbauamt zum Teil die Arbeiten finanziert habe, nicht auslaufen. Eine Entscheidung in der Novembersitzung reiche aber aus.




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