Umfrage in Backnang Jugendliche möchten einen Platz in der City

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Eine Umfrage hat ergeben, dass sich junge Backnanger recht wohl fühlen – aber sie haben ein paar Wünsche. Die Stadt will versuchen, diese zu erfüllen.

Einen Jugendfestplatz am Backnanger Stadtrand gibt es längst, er wird nicht oft genutzt. Jetzt wünschen sich die jungen Leute, die an einer Umfrage teilgenommen haben, einen Platz in der City. Foto: Stoppel/Archiv
Einen Jugendfestplatz am Backnanger Stadtrand gibt es längst, er wird nicht oft genutzt. Jetzt wünschen sich die jungen Leute, die an einer Umfrage teilgenommen haben, einen Platz in der City. Foto: Stoppel/Archiv

Backnang - Der große Wunsch vieler Jugendlicher in Backnang sei ein Platz mitten in der City, „auf dem sie sich willkommen fühlen“. Das hat der Vorsitzende des Stadtjugendrings (SJR) jetzt im Jugend- und Sozialausschuss des Gemeinderats bei einer Präsentation der Ergebnisse einer Umfrage unter jungen Leuten erklärt. Markus Schildknecht sagte, insgesamt fühlten sich die Jugendlichen wohl in der Murrstadt.

Sie kritisierten indes unter anderem die aus ihrer Sicht schlechten Einkaufsmöglichkeiten, Verspätungen von Bussen und Bahnen sowie schlechte und fehlende Radwege. Der SJR wolle aber in erster Linie jene Felder beackern, auf die die Stadt unmittelbar einen Einfluss habe.

Freies W-Lan-Netz möglichst in der gesamten Innenstadt

Die Jugend wünsche sich – außer dem Platz in der Innenstadt – ein freies W-Lan-Netz möglichst in der gesamten Innenstadt sowie im Freibad, eine Station, an der man sich E-Bikes ausleihen kann, sowie einen Platz mit Fitnessgeräten. Die beiden Jugendvertreterinnen, die zusammen mit dem Stadträten in dem Ausschuss sitzen, bestätigten nochmals, dass viele junge Leute in Backnang sich einen Platz wünschten, auf dem sie sich ungestört treffen könnten. Ferner sollte doch bitte geprüft werden, ob die Geräte des einstigen Skaterparks an der Murr andernorts wieder aufgestellt werden könnten. Und sie schlugen vor eine sogenannten Graffiti-Wall aufzustellen, also eine Wand, die nach Herzenslust bemalt und besprayt werden darf.

Die Stadträtin Ute Ulfert (CDU) sagte, sie habe durchaus Verständnis für den Wunsch nach einem Platz für die Jugend in der City, sie wollte indes wissen: Wer stellt die Regeln auf und wer achtet darauf, dass diese eingehalten werden? Schildknecht erklärte, dass die jungen Leute sich die Regeln selbst geben müssten, und dass sie auch selbst auf deren Einhaltung achten sollten. In Freiburg zum Beispiel klappe dieses Prozedere ganz gut. Dort sei unter anderem verboten, das Gelände mit Musik zu beschallen. Zulässig seien „nur Gitarren“. Wichtig sei es, einen Platz zu finden, an dem bis dato nicht so viel los ist.

„Jugendliche sollen doch mal einen Platz in Beschlag nehmen“

Siglinde Lohrmann (SPD) erklärte, dass es in Backnang doch genügend Plätze gebe. „Die Jugendlichen können sich überall treffen, sie sollen doch mal einen Platz in Beschlag nehmen und sich Regeln geben.“

Der Erste Bürgermeister Siegfried Janoach ist nicht ganz so optimistisch, die Suche nach einem geeigneten, gut erreichbaren Platz sei „schwierig“. Die Stadt wolle aber versuchen den Wunsch zu erfüllen.