Umfrage zu Terrorismus Mehrheit der Deutschen für stärkeren Kampf gegen IS

Sicherheitsvorkehrungen in Berlin nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Foto: Getty Images Europe
Sicherheitsvorkehrungen in Berlin nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Foto: Getty Images Europe

Deutschland beteiligt sich bisher mit Aufklärungsflügen, Waffenlieferungen und Ausbildung am Kampf gegen den IS. Reicht das nach dem Anschlag von Berlin noch aus?

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Berlin - Nach dem Anschlag in Berlin sind die meisten Bürger für eine stärkere Beteiligung Deutschlands am Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur sprachen sich 53 Prozent für ein stärkeres Engagement aus, nur 30 Prozent dagegen. Allerdings ist nur jeder Dritte (33 Prozent) dafür, dass die Bundeswehr auch Stellungen des IS in Syrien und im Irak selbst bombardiert. 48 Prozent sind dagegen.

Vor einem Jahr - kurz nach den Anschlägen in Paris - waren nur 37 Prozent der Meinung, Deutschland müsse mehr im Kampf gegen den IS tun. 46 Prozent waren dagegen. Die deutsche Beteiligung am Kampf gegen den IS hat sich seitdem nicht wesentlich verändert.

Bei der Frage, ob sich Deutschland nach den Anschlägen in diesem Jahr in einem „Krieg gegen den Terror“ befindet, ist die Bevölkerung gespalten. 43 Prozent würden den derzeitigen Zustand so nennen, 44 Prozent lehnen den Kriegsbegriff ab.

Der IS hat sich zu dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt bekannt und ein Video veröffentlicht, in dem der mutmaßliche Attentäter Anis Amri der Terrororganisation die Treue schwört. Es ist aber bis heute nicht abschließend geklärt, ob der IS tatsächlich hinter dem Anschlag steckt.

Auch die Anschläge in Ansbach und Würzburg im Sommer hat der IS für sich reklamiert. Als erster vom IS in Auftrag gegebener Anschlag in Deutschland gilt die Messerattacke einer 15-Jährigen Deutsch-Marokkanerin auf einen Bundespolizisten in Hannover im Februar 2016.

Deutschland ist Teil der internationalen Koalition gegen den IS und unterstützt die Luftangriffe auf IS-Stellungen seit einem Jahr mit „Tornado“-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug. Bomben sind von deutschen Flugzeugen aber noch nicht abgeworfen worden. Die Bundeswehr bildet zudem kurdische Peschmerga-Kämpfer im Nordirak aus und liefert ihnen in großem Stil Waffen.




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