Umfrage zur Wahl in Stuttgart Stuttgarter wollen „vertrauenswürdigen“ OB

Von dpa 

Er soll sich insbesondere in der Bildungspolitik und für bezahlbaren Wohnraum engagieren – so stellen sich die Stuttgarter ihren künftigen OB vor.

Am 7. Oktober wählen die Stuttgarter ihren neuen Oberbürgermeister. Foto: dpa
Am 7. Oktober wählen die Stuttgarter ihren neuen Oberbürgermeister. Foto: dpa

Stuttgart - Die Bürger sollen ihm vertrauen können und er soll sich insbesondere in der Bildungspolitik und für bezahlbaren Wohnraum engagieren - so stellen sich die Stuttgarter laut einer Umfrage der Universität Hohenheim den idealen Sieger der Oberbürgermeisterwahl am 7. Oktober vor. „Außerdem wünschen sich die Bürger einen OB, der tatkräftig und unabhängig ist“, sagte Studienleiter Frank Brettschneider am Samstag der Nachrichtenagentur dpa.

Hinzu kämen noch besondere Schwerpunkte im Wunschprofil, je nach Parteipräferenz, erklärte Brettschneider. Bei CDU-Anhängern sei ein „gutes Wirtschaftskonzept“ wichtig, bei Grünen- und SPD-Anhängern stünden auch Wasser- und Energieversorgung auf der Liste der fünf wichtigsten Themen.

Kuhn ist deutlich bekannter als Turner

Der Dauerbrenner Stuttgart 21 stehe jedoch nur noch für Anhänger von CDU und Grünen weit oben auf der Agenda. Die CDU kürte am Samstag den parteilosen Werbeunternehmer Sebastian Turner als OB-Kandidaten. Für die Grünen soll der Bundestagsabgeordnete Fritz Kuhn ins Rennen gehen.

Der Vorwahlkampf der CDU habe besonders bei Konservativen bereits jetzt zu einem hohen Interesse der eigenen Sympathisanten geführt, so Brettschneider. Drei von vier bekundeten bereits sieben Monate vor der Wahl starkes oder sehr starkes Interesse. In Sachen Bekanntheit lag jedoch der Grüne Fritz Kuhn mit 75 Prozent deutlich vor dem am Samstag gewählten CDU-Kandidaten Sebastian Turner mit 53 Prozent. Der ausgeschiedene CDU-Aspirant Andreas Renner kam auf 59 Prozent.

An der Studie hatten 283 Menschen in einer Online-Umfrage teilgenommen. Die Auswahl der Befragten erfolgte aus einem bestehenden Adressverzeichnis früherer Befragungen und ist nicht repräsentativ. Allerdings decken die Teilnehmer laut Universitätsangaben alle Bevölkerungsgruppen ab und die Studie hatte keine externen Auftraggeber.