Der Sattelzug, der am Freitagmorgen bei Großbottwar umgekippt ist, war mit Eisenchlorid beladen. Die Bergung zog sich fast über den gesamten Tag.
Ein umgekippter Tanklaster hat dafür gesorgt, dass der Autobahnzubringer zwischen Großbottwar und Aspach fast den gesamten Freitag über gesperrt werden musste. Die Bergung des Fahrzeugs, das Gefahrgut geladen hatte, gestaltete sich kompliziert.
Tankauflieger bleibt heil
Wie die Polizei mitteilt, war ein 57-Jähriger mit dem Sattelzug mit Tankauflieger gegen 7 Uhr auf der B 328 in Richtung Backnang unterwegs, als er auf Höhe des Häckselplatzes kurz nach Großbottwar aus noch unbekannter Ursache alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug geriet in den Grünstreifen und kippte aufgrund des Gefälles auf die Beifahrerseite, wo es schließlich im Straßengraben zum Liegen kam.
Glück im Unglück: Der Tankauflieger wurde bei dem Unfall augenscheinlich nicht beschädigt, so dass kein Eisenchlorid austrat. Diese Flüssigkeit wird beispielsweise zum schonenden Ätzen von Leiterplatten und Druckplatten verwendet. Der 57-Jährige musste von der Feuerwehr aus der Fahrerkabine befreit werden und trug leichte Verletzungen davon. Eine Behandlung im Krankenhaus war jedoch nicht notwendig.
Höhe des Flurschadens ist noch unklar
Der Schaden am Sattelzug wird von der Polizei auf gut 200 000 Euro geschätzt. Die Höhe des entstandenen Flurschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Für die Dauer der aufwendigen Bergungsarbeiten, bei denen unter anderem das Eisenchlorid abgepumpt werden musste, und der Unfallaufnahme blieb die Bundesstraße im betroffenen Bereich bis mindestens 16 Uhr gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.
Neben zahlreichen Kräften der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes war zur Unterstützung zudem die Straßenmeisterei im Einsatz. Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Zwischenzeitlich gab es die Vermutung, dass der 57-Jährige womöglich einem anderen Fahrzeug ausweichen musste.