Umleitung durch den Süden Verkehr rollt zeitweilig durchs Wohngebiet

Der Weg rüber zum Spielplatz ist derzeit für Kinder nicht ungefährlich. Foto: K. Wesely
Der Weg rüber zum Spielplatz ist derzeit für Kinder nicht ungefährlich. Foto: K. Wesely

Wegen Bauarbeiten und nach einem Wasserrohrbruch ist auf der Hohenheimer Straße eine Umleitung eingerichtet. Sie soll noch bis einschließlich Sonntag bestehen bleiben.

Aus den Stadtteilen: Kathrin Wesely (kay)

S-Süd - Die Leute in der Danneckerstraße sind genervt, weil seit Tagen die Blechkolonnen durch die sonst eher ruhige Wohnstraße rollen. „Seit Karfreitag wälzen sich unfassbare Mengen an Verkehr durch eine beidseitig beparkte Straße mit Tempo 30“, beklagt etwa Simone Bauer-Werner. Der Grund war zunächst eine Baustelle in der Hohenheimer Straße: Die Stuttgarter Straßenbahnbetriebe (SSB) setzten den dortigen Gleisabschnitt in Stand, wie SSB-Sprecherin Birte Schaper berichtet. „Wir erneuern Stück für Stück das Gleisnetz.“ Mit den Arbeiten sei man plangemäß auch im Laufe des Ostermontags fertig geworden und hätte die Umleitungsbeschilderung über die Danneckerstraße auch wieder rückgebaut, so wie man das angekündigt hatte.

Straßenbelag kaputt

Doch dann ereignete sich just an diesem Abend in der Hohenheimer Straße in der Nähe der Haltestelle Bopser ein Wasserrohrbruch, berichtet Hans-Jörg Groscurth, Sprecher der zuständigen Netze-BW. So habe man die Umleitung belassen, um sich nun um den Schaden kümmern zu können. Ansonsten habe der Rohrbruch nichts zu tun mit den Gleisarbeiten. „Bei 2000 Kilometern Leitungen, die in der Stadt verlegt sind, passiert es einfach manchmal, dass ein Rohr bricht.“

Nun wird der Verkehr von der Hohenheimer Straße noch bis Sonntag, 11. April, über die Danneckerstraße umgeleitet. Das Wasserrohr sei zwar schnell repariert gewesen, doch durch das ausgetretene Wasser sei der Fahrbahnbelag unterspült und beschädigt worden, sagt Hans-Jörg Groscurth. Hohlräume und Bläschen bildeten sich dabei und „in der Regel muss der Belag dann erneuert werden“. Die Netze BW prüften derzeit in Abstimmung mit den städtischen Ämtern, wie groß der Schaden am Belag ist.

Blitzer gewünscht

Für Simone Bauer-Werner und ihre Nachbarn bedeutet das, weiter ausharren zu müssen. Natürlich versteht die Großstädterin, dass mal etwas kaputt geht oder sonstige unvorhergesehene Dinge geschehen, aber: Umleitungen sollten ihrer Meinung nach mit mehr Bedacht eingerichtet werden. „Wäre es nicht viel vernünftiger gewesen, den überwiegenden Verkehr über die B14 und den Heslacher Tunnel und die Olgastraße abzuleiten?“ Zu Allermindestens hätte die Stadt zeitweilig einen Blitzer aufstellen sollen: „Tempo 80 ist der aktuell geschätzte Höchstwert, den wir Anwohner vermuten! Für die Kinder ist es lebensgefährlich!“




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