Umstrittenes Kohlebergwerk in Australien Proteste in einem guten Dutzend Städten gegen Siemens geplant

Von red/dpa 

Fridays for Future plant für diesen Montag Proteste in zahlreichen deutschen Städten. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte am späten Sonntagabend via Twitter mitgeteilt, dass der Konzern an der Lieferung der Zugsignalanlage festhalten werde.

Noch am Freitag hatte sich der Manager mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen. Foto: dpa/Peter Kneffel
Noch am Freitag hatte sich der Manager mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen. Foto: dpa/Peter Kneffel

München - Nach der Entscheidung von Siemens, an der Lieferung einer Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien festzuhalten, plant Fridays for Future für diesen Montag Proteste in zahlreichen deutschen Städten. Am Morgen fanden sich auf der deutschen Homepage der Klimabewegung zwölf Veranstaltungen. Eine weitere war am Hauptsitz des Konzerns in München geplant, wie eine lokale Sprecherin von Fridays for Future sagte.

Die Liste könnte sich noch um einzelne Veranstaltungen verlängern, sagte eine andere Sprecherin von Fridays for Future Deutschland. Sie rechnete allerdings nicht damit, dass die einzelnen Proteste sehr groß ausfallen würden. Dafür seien sie zu spontan geplant worden.

„Unentschuldbaren Fehler“

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte am späten Sonntagabend via Twitter mitgeteilt, dass der Konzern an der Lieferung der Zugsignalanlage festhalten werde. Er begründete dies unter anderem damit, dass Siemens zu seinen vertraglichen Pflichten stehen müsse. Noch am Freitag hatte sich der Manager mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer getroffen. Diese kritisierte die Entscheidung am Sonntagabend als „unentschuldbaren Fehler“.

Ihr Mitstreiter Nick Heubeck kündigte im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk an: „Der Protest wird auf jeden Fall weitergehen.“ Auch bei der Hauptversammlung von Siemens am 5. Februar in München werde es Demonstrationen geben. „Siemens muss sich bewusst sein, und das soll auch ein Zeichen an die anderen Unternehmen in Deutschland sein, dass man eben nicht öffentlich zu Klimaschutz stehen kann und dann trotzdem Entscheidungen treffen kann, die nicht in dieses Jahrhundert passen“, sagte er.

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