Umstrittenes Libyen-Projekt des Stuttgarter Klinikum Patienten aus Libyen – eine Idee der FDP

Von Jörg Nauke 

Das Auswärtige Amt beschreibt die aktuelle Lage im Land mittlerweile wieder als „extrem unübersichtlich und unsicher“. Insbesondere in und um Benghazi dauerten die Gefechte an. Aber auch im Großraum Tripolis und dem zur tunesischen Grenze führenden Küstenstreifen komme es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Der Internationale Flughafen Tripolis sei seit Juli 2014 geschlossen und stark zerstört.

Im Oktober 2011 waren die ersten libyschen Patienten von der Bundeswehr nach Deutschland ausgeflogen wurden – in die Wege geleitet vom damaligen Gesundheitsminister Philip Rösler (FDP). Zuvor hatte sein Parteifreund Guido Westerwelle Kritik einstecken müssen, weil er sich im UN-Sicherheitsrat bei der Frage eines militärischen Eingreifens enthalten hatte. Bald wurden Klagen deutscher Kliniken laut. Sie waren auf 32 Millionen Euro unbezahlter Klinikrechnungen sitzen geblieben, weil der libysche Botschafter in Berlin, Senussi A.Y.Kwideer die Zahlungen eingestellt hatte. Er beklagte sich über stark überhöhte Abrechnungen.




Unsere Empfehlung für Sie