Umweltgifte in Hauskatzen und Hausstaub PCB und andere Umweltgifte

Leben: Markus Brauer (mb)
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Die Geschichte von PCB

Polychloriertes Biphenyl ist ein farbloser, kristalliner Feststoff aus der Klasse der aromatischen Kohlenwasserstoffe. Die Substanz wurde erstmals 1881 synthetisiert und ab 1929 in Massenproduktion hergestellt. Da PCB das Wachstum von Schimmelpilzen ausbremst, war es in Fungiziden und Konservierungsmitteln für Nahrung vorhanden. In Deutschland produzierte die Bayer AG bis 1983 den Stoff, in der EU ist er schon längst nicht mehr zugelassen.

PCB-Altlasten werden als hochgefährlicher Sondermüll entsorgt. Auch wenn einige dieser Umweltschadstoffe verboten sind, stecken sie und andere zugelassene Substanzen noch immer in Bodenbelägen, Polstermöbeln, Textilien und anderen Alltagsprodukten.

Das „dreckige Dutzend“

PCB-Substanzen zählen zu den als „dreckiges Dutzend“ berühmt-berüchtigten organischen Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden.

PCB wirkt wie endokrine Disruptoren. Was heißt das? Polychlorierte Biphenyle können das Hormosystem schädigen, wenn sie in einer wirksamen Dosis in den Körper gelangen und sich dort in Organen und Zellen anreichern.

Das Bundesumweltministerium über PCB

Das Bundesumweltministerium schreibt zur Gefährlichkeit dieser Substanzen: „Flammschutzmittel dienen dazu, die Entzündung brennbarer Materialien, wie Kunststoffe, Textilien oder Holz, hinauszuzögern und die Flammenausbreitung zu verlangsamen. Es handelt sich um unterschiedliche chemische Verbindungen, die sich beispielsweise in Kunststoffgehäusen von Fernsehern und Computern, Wohnraumtextilien, Dämm- und Montageschäumen befinden . . .

. . . Problematisch sind bromierte Flammschutzmittel, zu denen polybromierte Diphenylether (PBDE), Tetrabrombisphenol A (TBBPA) und Hexabromcyclododecan (HBCDD) gehören. Sie sind seit langem im Einsatz, in der Umwelt weit verbreitet, schwer abbaubar und zum Teil bioakkumulierend; das heißt, sie reichern sich in Lebewesen an. TBBPA und HBCDD sind toxisch für Gewässerorganismen. DecaBDE, TBBPA und HBCDD kommen auch in Muttermilch und im Blut des Menschen vor.“

Wirkung der Supergifte ist weitgehend unerforscht

Da die tatsächliche Wirkung dieser Supergifte auf den menschlichen und tierischen Organismus allerdings weitgehend unerforscht sind, wissen Experten auch nicht, ab welcher Dosis PCB ungefährlich, gefährlich oder potenziell tödlich ist. Die Studie der Stockholmer Wissenschaftler ist gerade deshalb von so großem Wert für die weitere Erforschung der Auswirkungen von PCB und anderen Alltagsgiften auf den Organismus.

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