Umzug in Göppingen Narrenspektakel in der Innenstadt

Auf Tuchfühlung gingen die Eislinger Brandstifterhexen mit dem Publikum. Nach der Corona-Pause haben Narren und Zuschauer wieder ordentlich gefeiert. Foto: Staufenpress

Hexen und Geister mit farbenfrohen Kostümen und schaurig-schönen Masken: Beim Nachtnarrensprung in Göppingen waren 3000 Hästräger dabei. Die Narrenzunft Göppingen gab einen Empfang für Zunftmeister auf dem Marktplatz.

Ein langer Zug von Narren aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen schlängelte sich am Samstag vom Göppinger Schlossplatz durch die Innenstadt bis zum Marktplatz. In mehr als 120 verschiedenen Gruppen und mit etwa 3000 Hästrägern bekamen die Zuschauer Fanfarenzüge, Guggamusik sowie Hexen und Geister mit farbenprächtigen Kostümen, schaurig-schönen Masken und Larven aus ganz verschiedenen Karnevalsvereinen zu sehen und zu hören.

 

Den Beginn des Zuges des 13. Göppinger Nachtnarrensprungs machte die 1. Narrenzunft Göppingen Galgenberghenker mit ihrem Zunftmeister und Präsidenten des Narrenverbunds Neckar-Fils-Region, Daniel Paasch. Die Göppinger Narrenzunft ist seit 2009 der Initiator der beliebten und etablierten Fasnetsveranstaltung. Danach folgten der Karnevalsverein Kuckuck aus der Partnerstadt Sonneberg und der Fanfarenzug Tell Ravensburg, der schon am Vormittag das Zelt auf dem Marktplatz zum Beben gebracht hatte.

Sechs Einheizer kündigen die Gruppen an

Bunt gekleidete Hexen mit teils schaurigen Tiermasken, Schloss-Geister mit weißen Larven, Schimären und Fantasiegestalten trieben ihre Späße mit den Zuschauerinnen und Zuschauern. Sie vergaßen jedoch auch nicht, den Kindern reichlich Süßigkeiten zu schenken. Sechs Einheizer an verschiedenen Punkten entlang des Weges kündigten die einzelnen Gruppen an und trieben die Zuschauerinnen und Zuschauer zu den entsprechenden Faschingsrufen an. Zwischen den Gruppen spielten immer wieder Musikgruppen auf wie beispielsweise die Querköpf Winnenden, der Spielmannszug Memmingen, die Guggenmusik Schwäbisch Gmünd-Wetzgau, die Guggamusik Romdreibr Rechberghausen, Omsnomgugga Weiler, die Günzburger Blechbätschr, die Birkenschnalzer Gugga Bartholomä oder die Luka Durchknallte Kobolde Dürnau. Stärken konnten sich die Spieler an verschiedenen Gastronmiestationen entlang des Weges oder auf dem Schlossplatz, auf dem sich die Gruppen zum Zug formiert hatten.

Am Vormittag hatte Daniel Paasch als Gastgeber der Göppinger Narrenzunft mit viel „Narri – Narro“ für die Zunftmeister einen Empfang im Zelt auf dem Marktplatz gegeben. Er sagte, dass man nach Corona endlich wieder feiern könne. Oberbürgermeister Alex Maier bedankte sich bei der Narrenzunft, die in Göppingen mit dieser großen Party „für viel gute Laune“ sorge.

Fassanstich mit drei bis vier Schlägen

Nach Grußworten der Abgeordneten aus Bund und Land, Hermann Färber, Ayla Cataltepe, Sarah Schweizer und Hans-Jürgen Goßner, und nach einem Gardetanz der Tanzgarde Wäschenbeuren ging‘s für Oberbürgermeister Alex Maier zum Narrensprung-Fassanstich. „Mit drei bis vier Schlägen hat er es geschafft“, sagte Daniel Paasch, der Alex Maier und Stadtrat Felix Gerber jeweils eine Narrenschelle an ihr Narrenhäs hängte.

Der Fanfarenzug Sheriff aus Ravensburg, der schon um 9 Uhr am Bahnhof zu spielen begonnen hatte, sorgte für Stimmung im Zelt. Dominik Köhler, der Revierleiter der Göppinger Polizei, sagte in seinem Grußwort, er hoffe, dass alle viel Spaß hätten. „Ich bin aber am glücklichsten, wenn wir nichts zu tun haben.“

Donzdorfer Narren

Fasnetsfest
 Auch in Donzdorf wurde am Wochenende ordentlich gefeiert. Der Freie Narrenring rief zum 1. FND-Narrenwochenende auf. Das Narrentreffen der schwäbisch-alemannischen Fasnet gleich nach Dreikönig hat in Donzdorf Tradition. Im Vergleich zu den Jahren vor Corona hat sich aber im Ablauf einiges geändert, der Zeitrahmen wurde etwas ausgeweitet. So wurde zum Beispiel das Narrenbaumstellen um einen Tag vorgezogen und fand bereits am Samstag mit Einbruch der Dunkelheit statt. Anschließend stieg in der TG-Halle eine große Narrenparty.

Umzug
 Am Sonntagnachmittag gaben sich Häs- und Maskenträger aus dem süddeutschen Raum ein wildes Stelldichein. 76 Gruppen umfasste die Umzugsfolge für den 33. Narrensprung der Donzdorfer Fleckle. Der Zug aus Geistern, Hexen, Weibern und anderen schrägen Gesellen mit Schellengeläut, Rätschenknarren und Guggenmusik begeisterte die Zuschauer.

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